Stevia: In der EU verboten

Natürliches Süßungsmittel

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Konsument 6/2008 veröffentlicht: 22.05.2008, aktualisiert: 30.05.2008

Inhalt

Stevia ist trotz Verbot im Handel erhältlich.

Studien entkräften Verdacht auf schädliche Wirkungen nicht

Stevia ist ein natürliches Süßungsmittel. Aber: Der Verdacht auf potenzielle schädliche Wirkungen der südamerikanischen Pflanze (Krebs, Schädigung des Erbguts, Auswirkungen auf Blutdruck und Blutzucker) konnte bisher durch Studien noch nicht eindeutig entkräftet werden. Daher ist Stevia in der EU verboten. Was Händler jedoch nicht am Vertrieb hindert. Stevia-Tabletten, die wir in einem Wiener Naturkostladen fanden, waren als „Rohstoff zur Dentalkosmetik“ deklariert. Der Nutzungshinweis „Heiße Flüssigmedien, gut umrühren“ legt aber nahe, dass damit Zucker in Kaffee oder Tee ersetzt werden soll. Wer zu Stevia greift, sollte bedenken: Nicht alles, was natürlichen Ursprungs ist, ist auch unbedenklich.

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Kommentare

  • Kann Stevia schädlicher als Zucker sein?
    von josefgro am 13.09.2010 um 23:17
    Es wäre ja schon sehr interessant, welche Mengen an Stevia man denn täglich zu sich nehmen müsste, um schädlich zu sein. Noch viel interessanter sind doch Studien über herkömmlichen Haushaltszucker, der weit mehr schädigt (was die Zuckerindustrie ja nicht gerne hört...) und von dem man für die gleiche Süßkraft viel mehr braucht von Zahnschädigungen mal abgesehen! Dieser Hinweis fehlt leider im Artikel. Sehr viele Lebensmittel sind -übermäßig viel verzehrt- schädlich, das kann natürlich auch für Pflanzen gelten, und gilt besonders für Zucker. Ich verwende Stevia sehr gerne (gemischt mit Fruchtzucker für Marmelade, zum Süßen von Joghurts, etc...), das merke ich auch an meinen Blutzuckermessungen. Überhaupt ist es eine Frechheit, in welchen Produkten überall Zucker zu finden ist. Angefangen von Broten über fast alle Fertiggerichte, über Maisdosen und sogar Katzen- und Hundefutter da freut sich die Zuckerindustrie!
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