Thromboserisiko nach Schlaganfall

Kompression schützt nicht

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Konsument 8/2009 veröffentlicht: 24.07.2009

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Eine britische Studie hat ergeben, dass Kompressionsstrümpfe nicht unbedingt vor Blutgerinseln schützen. Patienten, die die Strümpfe tragen, leiden jedoch häufiger an Hautproblemen.

Kompressionsstrümpfe werden üblicherweise nach einem Schlaganfall empfohlen, um das Risiko für Thrombosen und Lungenembolien zu senken. Venenthrombosen in den Beinen und Lungenembolien treten häufig nach Schlaganfällen auf. Bislang vorliegende Studien deuten darauf hin, dass Kompressionsstrümpfe dieses Risiko mindern. Eine neue britische Untersuchung mit über 2.500 Schlaganfallpatienten zeigt nun, dass Patienten, die die Strümpfe tragen, genauso häufig von Blutgerinseln in den Beinen betroffen sind wie Patienten, die darauf verzichten.

Die Träger von Kompressionsstrümpfen leiden jedoch fünfmal häufiger unter Hautproblemen (Geschwüre, Blasen, absterbendes Hautgewebe). Die Studie bezieht sich ausdrücklich nur auf Schlaganfallpatienten. Die ausführenden Mediziner empfehlen nun, die Richtlinien bei der Behandlung nachSchlaganfällen zu überarbeiten.

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