Umdenken nötig

Hormonersatztherapie

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Konsument 9/2002 veröffentlicht: 22.08.2002

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Erhöhtes Gesundheitsrisiko für Frauen.

Drei Jahre vor der Zeit musste in den USA eine groß angelegte Studie zur Frauengesundheit abgebrochen werden, in deren Rahmen 16.000 Frauen im Alter zwischen 50 und 80 Hormonersatztherapie erhielten: Im Vergleich zu 8000 Frauen, die Scheinmedizin bekamen, waren bei ihnen um 41 Prozent mehr Schlaganfälle, 29 Prozent mehr Herzinfarkte und doppelt so viele Thrombosen und Embolien aufgetreten. Das Risiko für Brustkrebs erhöhte sich um 26 Prozent. Da der mögliche Schaden größer sei als der Nutzen, rät die Nationale Gesundheitsbehörde NHI deshalb Frauen nach den Wechseljahren davon ab, länger als fünf Jahre Hormone zu nehmen. Auch wenn es von Ärzten noch empfohlen wird: Es gibt keinen Grund mehr, Östrogen-Gestagen-Kombinationen zur Vorbeugung einer chronischen Krankheit oder etwa der Hautalterung einzunehmen! Überdies hilft Hormonersatz nachweislich nur gegen die Hitzewallungen und Trockenheit der Schleimhäute – andere Beschwerden des Klimakteriums werden davon nicht beeinflusst.

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Bild: VKI