Unerwünschte Wirkung

Wenn Medikamente krank machen

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KONSUMENT 2/2013 veröffentlicht: 24.01.2013

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Medikamente können auch unerwünschte Wirkungen hervorrufen. Wie können ­Nebenwirkungen erkannt werden und wie geht man am besten damit um?

„Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“ Der Satz ist fast jedem von uns geläufig. Doch Hand aufs Herz: ­Machen Sie sich über unerwünschten Wirkungen von Medikamenten tatsächlich ­Sorgen? Angebracht wäre es allemal, denn die Zahl der Patientinnen und Patienten, die in Österreich jedes Jahr durch Nebenwir­kungen schwere gesundheitliche Schäden erleiden oder gar daran sterben, dürfte in die Tausende gehen.

Vor- und Nachteile einer Behandlung

Vielleicht wollen wir von den Gefahren für unsere Gesundheit auch deshalb gar nichts wissen, weil wir die vom Arzt verschriebene Arznei dann womöglich gar nicht mehr einnehmen würden. Das soll mit diesem Artikel keinesfalls bezweckt werden. Andererseits kann das Wissen um mögliche Nebenwirkungen wichtig sein, etwa wenn es darum geht, Vor- und Nachteile einer Behandlung gegeneinander abzuwägen.

Wirkung und Nebenwirkung

Vorweg sollte man sich darüber im Klaren sein, dass jedes medizinische Präparat, das einen Nutzen bringt, auch eine schädliche Wirkung haben kann. Im Umkehrschluss gilt fast immer: Jedes Mittel, das absolut frei von Nebenwirkungen ist, hilft höchstwahrscheinlich auch nicht gegen die Erkrankung, gegen die wir es anwenden. Wenn also in Inseraten oder bezahlten Artikeln von der sagenhaften Wirkung eines Präparates ­gegen dieses oder jenes Gebrechen die Rede ist und damit geworben wird, dass dabei garantiert keinerlei Nebenwirkungen auf­treten, dann sollte unser Misstrauen geweckt sein. Und wir sollten uns die Ausgaben für das vermeintliche Wundermittel gründlich über­legen. Die Wahrscheinlichkeit ist nämlich hoch, dass es den Anbietern weniger um ­unsere Gesundheit als vielmehr um ihren Profit geht.

Medikamente können Symptone bzw. Krankheiten verschlimmern

Die Bandbreite unerwünschter Arzneimittelwirkungen (UAW) ist groß. Sie reicht von Hautrötungen (z.B. nach einer Spritze) über sogenannte systemische Reaktionen (wie Schwindelgefühl oder Übelkeit) bis hin zu massiven Organschäden, die tödlich enden können. Medikamente können Krankheiten verschlimmern oder aber gerade jene Symp­tome auslösen, gegen die man das Medi­kament einnimmt. Bekanntes Beispiel sind Kopfschmerztabletten, die bei lang andauernder Einnahme Kopfschmerzen verur­sachen können. Auch aller­gische Reaktionen zählen zu den unerwünschten Wirkungen, da auch sie als Folge der Therapie auftreten können.

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