Verdauungsbeschwerden

Wenn der Bauch zwickt

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KONSUMENT 1/2015 veröffentlicht: 23.12.2014

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Bauchschmerzen, Magendrücken, Übelkeit, Sodbrennen: Wenn wir uns weniger bewegen und das Essen üppiger ausfällt, schlägt unser Verdauungsapparat gerne Kapriolen. Doch wann können wir auf die Selbstheilungskräfte unseres Körpers vertrauen und wann sollten wir zum Arzt gehen?

Schon der Gedanke ans Essen genügt, damit uns – wenn wir hungrig sind – im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser im Mund zusammenläuft. Der Aufschluss von Nahrung ist für den Organismus so wichtig, dass die Verdauung bereits angekurbelt wird, bevor wir noch den ersten Bissen zu uns genommen haben. Geruchs- und Sehsinn signalisieren dem Körper, dass er in Kürze etwas zur Verarbeitung erhalten wird, was eine ­vermehrte Speichelproduktion auslöst. Im Speichel befinden sich wichtige Substanzen (etwa Enzyme), die dazu dienen, die Nahrung bereits im Mund teilweise aufzuspalten und damit den Magen zu entlasten. Je ­sorgfältiger wir kauen und je weniger wir schlingen, desto weniger Mühe haben die Verdauungsorgane.

Der Weg der Nahrung

Im Magen wird der Speisebrei mit saurem Magensaft und Pepsin durchmischt und in den Zwölffingerdarm weiterverschoben. Dort sind enzymhaltige Verdauungssäfte aus der Bauchspeicheldrüse und Gallenflüssigkeit aus der Leber am Werk. Im Dünndarm erfolgt die Aufnahme der Nährstoffe ins Blut. Im Dickdarm werden den Nahrungsresten schließlich Wasser und Mineralstoffe ent­zogen und die unverdaulichen Bestandteile über den Enddarm ausgeschieden.

"Steine" im Magen

Oft haben wir das Gefühl, dass uns die ­Speisen im wahrsten Sinne des Wortes wie ein Stein im Magen liegen. Nehmen wir etwa zu fettiges Essen zu uns, ist die Entleerung des Magens verzögert. Kauen wir nicht sorgfältig genug, bleiben die Speisen länger im Magen und verursachen ein Völlegefühl sowie Magendrücken. Auch wenn wir kurz vor dem Schlafengehen noch etwas zu uns nehmen, kann das Beschwerden nach sich ziehen. Der Verdauungsapparat läuft dann auf Hochtouren, wenn der Körper doch Ruhe und Entspannung sucht. Auch anhaltender Stress kann uns „auf den Magen schlagen“ und die Verdauungsvorgänge stören. Wesentlich seltener als allgemein vermutet stecken Nahrungsmittelallergien bzw. Nahrungs­mittelunverträglichkeiten hinter Verdauungsbeschwerden.

Wann zum Arzt?

  • Eine wichtige Rolle im Verdauungssystem spielt auch die Bauchspeicheldrüse. Gibt ­diese zu wenig Enzyme ab, ist die Eiweiß- und Fettverdauung empfindlich gestört. ­Ursache ist meistens eine chronische Entzündung des Organs (Pankreatitis), die unbedingt medizinisch behandelt werden muss.
  • Ein Arztbesuch ist auch dann angezeigt, wenn Bauchschmerzen länger als drei Tage anhalten oder wenn sich der Bauch sehr hart und verspannt anfühlt.
  • Treten gar Koliken auf, ist unverzüglich eine ärztliche Behandlung erforderlich.
  • Bei sonstigen Verdauungsbeschwerden sollte man spätestens dann ­einen Arzt aufsuchen, wenn diese trotz allgemeiner oder medikamentöser Maßnahmen nach zwei bis drei Wochen nicht verschwunden sind.
  • Bei einem Reizmagen muss etwa abgeklärt werden, ob möglicherweise eine Infektion mit dem Bakterium Helico­bacter pylori vorliegt. Diese muss mit rezeptpflichtigen Medikamenten behandelt werden, damit sich keine Magen- oder Zwölf­fingerdarmgeschwüre bilden.
  • Besondere Vorsicht gilt bei Kindern. Wenn krampfartige Bauchschmerzen nicht innerhalb eines Tages oder andere Verdauungsbeschwerden nicht im Lauf einer Woche verschwinden, ist eine ärztliche Abklärung unbedingt notwendig.
  • Treten Bauchkrämpfe nachts oder zusammen mit Erbrechen auf, sollte sofort ein Arzt gerufen werden.

Lesen Sie über Ursachen, Auslöser, Vorbeugungs- und Behandlungsmöglichkeiten sowie Tipps wann Sie zum Arzt sollten und Medikamente notwendig werden, und zwar zu folgenden Verdauungsproblemen:

  • Blähungen (Flatulenz)
  • Verstopfung (Obstipation)
  • Durchfall (Diarrhö)
  • Übelkeit
  • Sodbrennen

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