Vitamin D

Nur keine Panik!

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KONSUMENT 4/2013 veröffentlicht: 19.03.2013

Inhalt

Die Ernährungsgesellschaften empfehlen seit Kurzem doppelt so viel Vitamin D wie bisher. Wie kommt es dazu? Und ist das ein Aufruf zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst.

Wozu braucht der Körper Vitamin D?

Im Gegensatz zu anderen Vitaminen kann Vitamin D im Körper selbst gebildet (syn­thetisiert) werden. Dazu braucht es nur ­Cholesterin aus dem Unterhautfettgewebe und die UVB-Strahlen der Sonne. Verglichen mit der Aufnahme von Vitamin D durch die Nahrung leistet diese körpereigene Bildung einen deutlich größeren Beitrag zur Ver­sorgung. Vitamin D regelt im menschlichen Körper den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und fördert dadurch die Härtung der Knochen. Zudem ist dieses Vitamin auch an anderen Stoffwechselvorgängen beteiligt und hat Einfluss auf die Muskelkraft.

Wie viel davon ist nötig?

Kann kein körpereigenes Vitamin D gebildet werden, sollten 20 Mikrogramm (µg) Vita­min D pro Tag zugeführt werden. Dieser sogenannte Referenzwert gilt für alle Altersgruppen ab dem 1. Lebensjahr. Wer sich ­regelmäßig im Freien aufhält, sorgt selbst für seine Versorgung mit Vitamin D. Zwischen 80 bis 90 Prozent der benötigten Menge werden in der Haut gebildet. Relativ bescheiden ist dagegen der Beitrag über die Ernährung, der bei 10 bis 20 Prozent liegt.

Was passiert bei Vitamin-D-Mangel?

Im Säuglings- und Kindesalter führt zu wenig Vitamin D zu einer unzureichenden Mineralisierung der Knochen. Sie bleiben weich und können sich verformen (Rachitis). Bei Erwachsenen kann Vitamin-D-Mangel zu einer Störung des Knochenstoffwechsels führen: Die Knochen werden aufgrund einer Demineralisation weich (Osteomalzie). Besonders in höherem Alter trägt ein Vitamin-D-Mangel zur Entstehung von Osteoporose bei.

Wann spricht man von einem Mangel?

Ob genug oder zu wenig Vitamin D vorhanden ist, lässt sich mit einer Blutuntersuchung feststellen. Dafür wird die Blutserumkon­zentration des Markers 25-Hydroxyvitamin D bestimmt. Bei einem Wert unterhalb von 30 Nanomol pro Liter Serum (30 nmol/l) spricht man von einem Vitaminmangel. Eine gute Vitamin-D-Versorgung in Bezug auf die Knochengesundheit liegt dagegen bei mindestens 50 nmol/l.

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
13 Stimmen

Kommentare

  • Entspricht nicht dem neuesten Stand?
    von REDAKTION am 21.03.2013 um 13:46
    Unser Artikel bezieht sich auf die Stellungnahmen des BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) sowie der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung). Damit entsprechen alle Werte und Angaben im Text dem aktuellen wissenschaftlichen Stand. Ihr Konsument-Redaktionsteam
  • Vitamin D-Mangel-Boom!
    von lah am 21.03.2013 um 12:21
    Hab ganz vergessen zu fragen: Morgenstern, für welche Firma arbeiten Sie?
  • Vitamin D Mangel-Boom!
    von lah am 21.03.2013 um 12:19
    Zu ärgerlich für die Industrie, die gerade wieder einmal kräftig mit dem "latenten Vit.D-Mangel" abzocken will, dass hier wieder sachliche Argumente Platz finden. Dabei kann man sich mit sogenannten Gesundheisprodukten so schön ein goldenes Näschen verdienen. Selbst mit Vitaminen die im Fett gespeichert werden und somit in hohen Dosen gesundheitsschädlich sind wie Vitamin A,D,E,K
  • Artikel entspricht nicht dem neuesten wissenschaftlichen Stand
    von Morgenstern am 21.03.2013 um 11:36
    http://www.grassrootshealth.net/garland02-11 Fast jeder Aspekt Ihres Artikels ist leider fachlich unrichtig und die angegebene Werte in der Regel um das mehrfache falsch.
  • zuviel Vitamin D erhöht Allergieneigung
    von kodo_gue am 20.03.2013 um 11:36
    vor allem Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft hohe Vit-D Zufuhr hatten, zeigen laut Studien ein erhöhtes Allergierisiko
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