Wadenkrämpfe

Überbelastung und Magnesiummangel

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Konsument 11/2004 veröffentlicht: 14.10.2004

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Plötzlich, oft ohne Anlass, ziehen sich Muskeln oder Muskelgruppen an Wade oder Fuß sehr schmerzvoll und dauerhaft zusammen – was tun?

Krämpfe vor allem in der Nacht

Wadenkrämpfe treten vor allem nachts auf, besonders bei Sportlern, Frauen, Schwangeren und Senioren. Gefährlich wird es, wenn es beim Motorrad- oder Autofahren, beim Schifahren, Schwimmen oder Tauchen passiert. Die Neigung zu Wadenkrämpfen steigt im Sommer und mit fortgeschrittenem Alter an.

Überbelastung und Magnesiummangel

Häufigste Ursachen sind Überbelastung durch Sport und Magnesiummangel. Wenn der Mineralstoffhaushalt durch Schwitzen, Dauerstress, Erbrechen, Durchfall, Diäten oder Medikamente, die die Ausscheidung fördern, aus dem Gleichgewicht geraten ist, fehlen dem Körper Elektrolyte. Auch zu wenig Trinken kann schuld sein – insbesondere bei älteren Menschen. Wadenkrämpfe sind unter Umständen auch Warnsignal für Krankheiten, so zum Beispiel Krampfadern, Schilddrüsenerkrankungen oder Nervenstörungen, die etwa durch Diabetes, Alkoholismus oder Borreliose hervorgerufen wurden.

Häufig in der Schwangerschaft

Gelegentlich sind Nervenwurzelreizungen der Bandscheiben Auslöser, manchmal Muskelerkrankungen, Nierenfunktionsstörungen, Kniearthrose, Raucherbein, Nebenwirkungen einiger Medikamente oder einfach Übermüdung. In seltenen Fällen können Krämpfe Symptom einer Thrombose in tief liegenden Venen sein. Besonders häufig sind Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft. In diesem Fall und bei hartnäckiger Wiederkehr der Krämpfe sollte nach einer Grunderkrankung geforscht und diese gegebenenfalls behandelt werden.

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