Zahnbehandlung in Ungarn

Pannonisches Roulette

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Konsument 3/2005 veröffentlicht: 10.02.2005

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Die meisten Patienten sind sehr zufrieden; die medizinische Qualität vieler ungarischer Zahnbehandlungen ist aber verbesserungsfähig.

Großes Lob ...

Angeblich pilgern alljährlich 160.000 Österreicher als Zahntouristen nach Osten. Entsprechend häufig treffen Anfragen ein, ob wir die Zahnbehandlung in Ungarn empfehlen. Vorweg: Ein Test war uns nicht möglich. Wir sammelten daher Berichte und  Beobachtungen von Patienten, Zahnärzten, Zahntechnikern und Dentalfirmen. Sie zeichnen ein widersprüchliches Bild. Die überwiegende Mehrheit der Leser, die uns über die Zahnbehandlung berichtet hat, war mit der Behandlung in Ungarn sehr zufrieden und berichtete Positives. Die Patienten schätzten Freundlichkeit und Sprachkenntnisse; sie genossen es sichtlich, dass man sich für sie Zeit nahm, dass sie im Mittelpunkt standen, dass die Behandlung zügig voran schritt und der Preis günstig war.

... und schwere Mängel

Neben diesem dicken Lob gibt es eine Gruppe von Patienten, die von schweren Mängeln und echten Martyrien berichteten. Was tun, wenn die Behandlung in Ungarn daneben geht und der Patient sich unter Schmerzen windet? „Österreichische Zahnärzte“, so erklärte Dr. Günther Knogler, Pressesprecher der österreichischen Zahnärzte, „sind angehalten, die Schmerzen zu beseitigen – egal, ob der Patient vorher in Ungarn oder in Österreich in Behandlung war.“ Aber nicht alle halten sich daran, schränken die Hilfeleistung ein („nur wenn Lebensgefahr droht“) und schicken diese Schmerzpatienten zum Behandler nach Ungarn zurück. 

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