Zahnspangen und Kieferorthopädie

Fehler mit Biss

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Konsument 3/2000 veröffentlicht: 01.03.2000

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  • Viele Kinder, aber auch Erwachsene tragen Zahnspangen
  • Immer wieder wird eine unzweckmäßige Behandlung gewählt
  • Die Kenntnisse der Zahnärzte sind sehr uneinheitlich

Andere Länder, andere Schönheitsideale

In Polen ist eine kleine Lücke zwischen den Schneidezähnen bei Frauen ein Zeichen erotischer Attraktivität, und wehe dem Zahnarzt, der versucht, das zu beheben. Andere Länder, anderes Lächeln. Plakate lügen. Denn die perfekten Zähne perfekter Menschen sind selten: Hierzulande kann nur jeder Zwanzigste damit aufwarten. Jetzt, wo bei Kindern und Jugendlichen der Kampf gegen Karies erste Erfolge zeigt, steigen zunehmend die Ansprüche an die Ästhetik. Zähne sollen wie die Gardesoldaten stramm in Reih und Glied stehen. Das ist nicht nur Eitelkeit, gerade Zähne und harmonische Kiefer sind wichtig für die Gesundheit.

Gut zusammenpassen

Ober- und Unterkiefer müssen gut zusammenpassen, sollen wie die sprichwörtlichen Zahnräder ineinander greifen. Stehen etwa die oberen Schneidezähne vor, werden sie nicht so gut vom Speichel benetzt und sind kariesanfälliger. Stehen sie dicht gedrängt neben- und übereinander, kann selbst die eifrigste Zahnbürste Speisereste und Zahnbelag nicht gründlich aus den Nischen entfernen. Und dort entsteht rasch Karies. Schiefe, verschobene Zahnreihen, Zähne am falschen Platz können das Kauen und Sprechen massiv erschweren und zu chronischen Schmerzen führen.

Sieht schlimm aus

Bei der korrekten Stellung von Zähnen und Kiefern sieht es in heimischen Mündern noch recht schlimm aus. „Was in unserer Praxis zur täglichen Routine gehört, wäre in den USA ein schwerer Fall“, skizziert Dr. Claudia Aichinger-Pfandl, in den USA ausgebildete Kieferorthopädin, die Situation in Österreich.

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Bild: VKI