Zecken im Anmarsch

Tipps zum Schutz gegen lästige Blutsauger

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Konsument 8/2009 veröffentlicht: 23.07.2009

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In der warmen Jahreszeit steigt die Gefahr von Zeckenbissen. Wir haben uns die Antizeckenmittel aus dem Test des letzten Jahres vorgenommen und auf Neuerungen geprüft.

Zecken treiben von Mai bis Oktober ihr Unwesen. Die kleinen Spinnentierchen lauern hauptsächlich auf Wiesen, im Gebüsch und im Unterholz. Sie werden vor allem bei feuchtwarmem Wetter aktiv. Auch der vergangene milde Winter begünstigt das Überleben der Zecken.

Wer gebissen wird, läuft Gefahr an der durch Viren verursachten Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu erkranken. Ein Biss der winzigen Blutsauger kann erhebliche gesundheitliche Probleme bewirken. Die schwerwiegenden Folgen: Grippeartige Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen und Kopfweh. Schlimmstenfalls kann es zu einer Entzündung der Gehirnhaut und des Gehirns sowie des Rückenmarks kommen.

Unbedingt impfen

Für zwei Prozent der Betroffenen verläuft die Krankheit tödlich. Mit einer Zeckenschutzimpfung lässt sich diese Erkrankung vermeiden. Die Impfung gegen die Zeckenkrankheit FSME ist auch jetzt zu Sommerbeginn noch sinnvoll.

Lyme-Borreliose

Beim Saugen übertragen die Zecken auch die durch Bakterien hervorgerufene Lyme-Borreliose. Die Borrelien werden jedoch nicht gleich beim Zeckenbiss übertragen. Sie kommen über die Ausscheidungen des Spinnentieres erst nach 12 bis 24 Stunden in die Blutbahn.

Wie erkennt der Betroffene die Erkrankung?

Ein charakteristisches Symptom ist die sogenannte Wanderröte. Dabei handelt es sich um eine ringförmige Rötung der Haut rund um die Einstichstelle. Dies tritt aber erst einige Tage oder sogar Wochen nach einem Zeckenbiss auf. Zusätzlich treten möglicherweise Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Fieber auf. In der Folge können Betroffene an einer Hirnhautentzündung erkranken. Vollkommene Heilung ist jedoch möglich. Zur Behandlung werden Antibiotika eingesetzt. Eine vorbeugende Impfung gibt es nicht.

Produktklasse - Repellents

Mittel gegen Zecken – sogenannte Repellents – versprechen Schutz gegen die lästigen Blutsauger. In unserer Mai-Ausgabe des Vorjahres stellten wir in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest Antizeckenmittel auf den Prüfstand. Wir wollten wissen wie diese Produkte wirken und ob bzw. wie lange sie tatsächlich schützen. Für diesen Sommer haben wir uns die vier besten Produkte dieses Tests (Testurteil „durchschnittlich“) nochmals hinsichtlich Zusammensetzung und Preis angeschaut.

Rezepturen und Wirkung sind gleich geblieben

Ergebnis: wenig Änderungen.  In einem Fall wurden allerdings Name und Verpackung geändert: Das Produkt Autan Active heißt jetzt Autan Protection Plus und kommt in neuer Verpackung daher. Das Mittel Family Care von Autan wurde vom Markt genommen.Bei den Preisen gibt es geringfügige Änderungen. Die aktuellen Preise finden Sie in unserer Bildergalerie (links oben).

Etwa drei Stunden Schutz

Die meisten Hersteller versprechen lang anhaltenden Schutz vor Zecken. Dabei ist die Rede von bis zu vier Stunden. Die Wirklichkeit sieht anders aus. In unserem Test boten die Mittel im besten Fall etwa drei Stunden Schutz. Auf die auf den Verpackungen angegebene Wirkdauer sollte sich daher niemand verlassen.

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Bild: VKI