Zoonosen: Wenn Tiere krank machen

Würmer, Flöhe, Pilze

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Konsument 8/2006 veröffentlicht: 13.07.2006

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Die Vogelgrippe hielt uns in Atem, doch es gibt eine Reihe so genannter Zoonosen, die derzeit für den Menschen gefährlicher sind. Vor allem bei unbekannten Haustieren und bei Wildtieren ist Vorsicht geboten.

Hautpilzerkrankungen (Dermatomykosen)

Hautpilze bei Mensch und Tier kommen weltweit vor. Überträger sind Hunde, Katzen oder Kleinsäuger. Bei Jungtieren und bestimmten Rassen (etwa Perserkatzen) treten Pilzerkrankungen häufiger auf. Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt mit einem befallenen Tier oder indirekt über Pflegeutensilien, Decken oder Transportbehältern.

Flecken, Schuppen, Haarausfall

Symptome beim Tier sind rundliche, scharf begrenzte, gerötete Flecken, vermehrte Schuppenbildung und Haarausfall. Beim Menschen treten ebenfalls gerötete, leicht schuppende Flecken auf, die unangenehm brennen, jucken oder schmerzen. Außerdem können Haarausfall und Hautverkrustungen oder Furunkel entstehen. Kleinkinder und Erwachsene mit einem geschwächten Immunsystem zählen zu den Risikogruppen und sollten den Kontakt zu befallenen Tieren meiden. Tierbetreuende Personen sollten Schutzkleidung tragen und sich nach jedem Kontakt die Hände waschen. Pflegeutensilien, Käfige und Transportbehälter müssen mit wirksamen Desinfektionsmitteln gereinigt werden.

Behandlung erkrankter Tiere

Bei befallenen Tieren ist eine langwierige Therapie (Kurzschur und Behandlung mit Antipilztinktur des ganzen Körpers) notwendig. Die Behandlung muss so lange erfolgen, bis die Symptome vollständig abgeklungen sind. Kranke Tiere sind von gesunden getrennt zu halten. Bei betroffenen Menschen werden die infektiösen Stellen mit Lösungen, Cremen oder Salben behandelt. In schweren Fällen ist die Einnahme von Medikamenten notwendig.

Katzenfloh

Katzenflöhe sind nicht wählerisch und befallen verschiedene Tierarten sowie den Menschen. Überträger sind Hund und Katze, seltener Igel oder Hühner. Die Parasiten legen Eier auf ihrem Opfer ab, aus denen madenähnliche Flohlarven schlüpfen, die sich vom Kot erwachsener Flöhe, der noch unverdautes Blut enthält, ernähren. Ob das eigene Haustier betroffen ist, lässt sich mit einem Test nachweisen: Das Tier auf ein Blatt weißes Papier stellen und das Fell durchkämmen. Zeigen sich auf dem Blatt schwarze Punkte, die sich rot verfärben, sobald man sie mit Wasser befeuchtet, hat das Tier Flöhe.

Übertragung auf den Menschen

Beim Menschen treten häufig Stichstellen in Serie auf, aus denen sich Pusteln entwickeln. Bei Flohbefall genügt meist eine Therapie gegen den Juckreiz. Die Symptome können mit Antihistaminika behandelt werden. Bei heftigen Entzündungen kann eine kurzzeitige Behandlung mit Kortisonsalben sinnvoll sein. Die Flohbekämpfung bei Tieren (Flohhalsband, Insektizide, Puder, Shampoos) sollte immer eine Behandlung der Umgebung  – vor allem der Schlaf- und Liegeplätze (auch im Auto) – einschließen.

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