Zuckerkrank: Mittel bei Diabetes (Teil 1)

Unterschätzter "Alterszucker"

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Konsument 3/2005 veröffentlicht: 18.02.2005

Inhalt

  • Typ-2-Diabetes inzwischen weit verbreitet
  • Möglichst frühzeitige Erkennung wichtig
  • Medikamente können Folgeerkrankungen verzögern
  • 48 Präparate im Test

Volkskrankheit 

Diabetes, umgangssprachlich auch Zuckerkrankheit genannt, ist in den westlichen Industrienationen eine Volkskrankheit. Schon in der lateinischen Bezeichnung Diabetes mellitus (honigartig) steckt der Hinweis auf den süßen Geschmack des Urins von Zuckerkranken, der erstmals im 17. Jahrhundert beschrieben wurde. Wenn der Harn allerdings bereits süß ist, ist die Krankheit schon sehr weit fortgeschritten. Zum Glück kann man heute sehr viel früher die Diagnose stellen und Therapien einleiten.

Zwei Arten von Diabetes

Es gibt zwei Arten von Diabetes: Typ 1 und Typ 2. Weil sie beide den Zuckerstoffwechsel betreffen, tragen sie denselben Namen, obwohl es zwei verschiedene Krankheiten sind. Im Gegensatz zu Typ1 ist der Typ-2-Diabetes weit verbreitet und gilt inzwischen als Krankheit mit einer der größten Dunkelziffern. Man schätzt, dass es fast doppelt so viele Betroffene gibt wie tatsächlich diagnostizierte Fälle!

Das ist deswegen besonders schlimm, weil die Zuckerkrankheit schwerwiegende Folgekrankheiten auslöst. Dazu gehören Erblindung, Nervenschäden, Herzinfarkt, Nierenversagen und Gefäßverschlüsse, die sogar bis zu Amputationen von Zehen oder dem ganzen Fuß führen können. Im äußersten Fall droht ein lebensbedrohlicher Zustand, das diabetische Koma, welches unbehandelt zum Tode führt. Vorsorgeuntersuchungen müssen daher viel ernster genommen werden!

Rechtzeitige Diagnose

Ein Typ-2-Diabetes ist meist schon lange vorhanden, bevor Sie ihn überhaupt bemerken! Typische Anzeichen gibt es leider kaum. Ein bisschen mehr Durst, nächtliches Wasserlassen, schlechter heilende Wunden oder eine Verschlechterung der Sehfähigkeit können auch ganz normale Alterserscheinungen sein. Typ-2-Diabetes wird daher meist nur ganz zufällig entdeckt und oft sehr spät. Wer das Angebot der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen nützt, kann hier einen wichtigen Schritt voraus sein.

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Bild: VKI