Akku-Bohrschrauber im Test

Daumen oder Schrauben drehen

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Konsument 6/2007 veröffentlicht: 18.05.2007

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  • Auf kurze Akkuladezeiten achten
  • Ein Ersatzakku sollte zur Standardausrüstung gehören
  • Impuls-Modus macht sich bei festsitzenden Schrauben bezahlt

Der neue Schrank sollte noch an diesem Tag zusammengebaut, das Regal montiert werden. Aber wenn der Akku des neu erworbenen Bohrschraubers frühzeitig den Geist aufgibt, heißt es Daumen statt Schrauben drehen. Vor allem dann, wenn kein zweiter Akku zur Standardausrüstung gehört und das Laden des leer gearbeiteten Stromspeichers mehrere Stunden dauert.

Wie lange hält der Akku?

154 SchraubenAkku-Bohrschrauber sind keine Hochleistungsgeräte für den professionellen Bauarbeiter, sondern handliche Werkzeuge für den Heimwerker. Mit einem Akku-Gerät kann man auch dort arbeiten, wo keine Steckdose zur Verfügung steht. Neben einigen anderen Kriterien ist die Lebensdauer des mitgelieferten Stromspenders eine wichtige Voraussetzung für die Zufriedenheit mit der Anschaffung. Und da gibt es gehörige Unterschiede: Schafft der Testsieger (Metabo BSZ 14,4 Impuls) 180 Bohrungen oder 154 eingedrehte Schrauben, reicht es beim vorletzten der Wertung (Einhell BPAS 14,4 AK) mit 25 Schrauben gerade zum Zusammenbauen eines größeren Bücherregals.

Gehört der Zweit-Akku nicht zur Standard-Ausrüstung und sind Ladegerät und Akku auf der Kriechspur, ist der Ärger groß. Gut abgestimmte Geräte sind nach einer Stunde wieder aufgeladen, bei anderen kann es fünf Stunden dauern, bis wieder geschraubt und gebohrt werden darf. Besonders lange Ladezeiten haben die meisten Modelle von Black & Decker, Bosch (hat immerhin zwei Akkus) und Skil. Blitzlader ist die Hitachi DS12DVF3 mit einer halben Stunde, nach einer Stunde wieder flott unterwegs sind unter anderen AEG, De Walt, Kress, Metabo, Makita und Ryobi.

Veraltete Akkus meiden

Nicht nur wie lange der Akku Strom liefert, sollte beim Kauf eine Überlegung wert sein. Die meisten Geräte werden noch immer mit veralteten Nickel-Kadmium-Akkus ausgestattet. Diese sind nicht nur wegen der Umweltbelastung beim Entsorgen problematisch, sie haben einen weiteren gravierenden Nachteil, nämlich den berüchtigten Memory-Effekt. Dieser besagt: Hängt man den Akku an das Ladegerät, bevor er ganz leer ist, speichert er nur mehr die Strommenge, bis zu der er entladen wurde.

Der Einsatz von Kadmium in Gerätebatterien wird laut einer EU-Verordnung ab 2008 verboten, daher sollte man sich gleich Schrauber mit Lithium-Ionen- oder Nickel-Metallhydrid-Akkus anschaffen.

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Bild: VKI