Altkleidersammlung

Sinnvoll sammeln

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KONSUMENT 2/2014 veröffentlicht: 30.01.2014, aktualisiert: 27.03.2014

Inhalt

Unmengen an Altkleidern werden jährlich entsorgt, zum Großteil in Sammelboxen an Österreichs Straßenecken. Doch was passiert mit den Kleidern aus den Containern?

Über die Gesamtmenge an alten Kleidern, die jährlich in Österreich anfällt, kann man nur spekulieren, Schätzungen gehen von 80.000 Tonnen pro Jahr aus. Ein großer Teil der Kleidung wird in Kleidercontainern entsorgt, rund 2.000 Sammelboxen stehen allein an Wiens Straßenecken zur Verfügung.

Gemeinnützige Organisationen berichten

Rotes Kreuz, Caritas, Humana – das sind nur einige der Namen, die die Altkleider-Container zieren. Hinter diesen Namen stehen gemeinnützige Organisationen, die die Kleider an bedürftige Menschen weitergeben oder für sinnvolle Zwecke verkaufen. KONSUMENT hat die einzelnen Sammelorganisationen dazu befragt.

In allen Bundesländern gibt es die Carla Kleiderausgabe bzw. Shops, wo die in den Caritas-Containern gesammelte Kleidung weiterverkauft bzw. an Bedürftige gratis ausgegeben wird. Ein besonderes Konzept verfolgt die Caritas Vorarlberg.

Kostenlose Gutscheine für Gebrauchtkleidung

"Bei uns gibt es keine klassische Gratisausgabe, sondern wir vergeben kostenlose Gutscheine an bedürftige Menschen, mit denen sie Kleidung abholen können. Damit vermeiden wir die Stigmatisierung dieser Menschen, sie reihen sich unter die einkaufenden Kunden ein", erklärt Karoline Mätzler von der Caritas Vorarlberg.

Kleiderausgabe und Sozialberatung

"Die Kleiderausgabe an Bedürftige ist immer verbunden mit einer Sozialberatung", ergänzt Mätzler. "Es geht uns nicht um Almosen, sondern darum, gemeinsam mit den Betroffenen herauszufinden, weshalb sie überhaupt in Not geraten sind."


Lesen Sie auch Textilien: Faire Kleidung gesucht oder weitere KONSUMENT-Artikel zum Ethischen Konsum.

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Nachsatz zum Altkleiderartikel!
    von Hueher am 11.03.2014 um 10:13
    Habe hier in Thailand Märkte besucht, wo europäische Alt-Kleidung verkauft wird! Auch Österreichische, erkennbar an dieversen Beschriftungen, diese sind sehr billig für die Einheimischen, zB, T-Shirt um thb 10,- ( € 0,24,-) oder Jeans thb 90,- ( € 2,- ) es ist zwar schön wenn die Bevölkerung billig einkaufen kann, aber damit wird auch der einheimische Kleidungsmarkt ruiniert, denn niemand kann auch in Thailand keine Jean um € 2,- produzieren, also ist dies ein Kreislauf mit unguten Folgen geworden! Besser würde sein, Altkleider an österreichische Bedürftige zu verschenken und nicht mit GEWINN ins Ausland zu verschachern!!!!!!!
  • Kritik an Sammelorganisationen
    von REDAKTION am 03.02.2014 um 14:02
    Der Vorwurf, Altkleidung werde nach Afrika oder Asien verkauft, statt sie an Bedürftige zu verteilen, richtet sich gegen alle großen Organisationen. Daher ist es schwer, einen Trennstrich zwischen seriösen und unseriösen Organisationen zu ziehen. Unbestritten ist, dass wenigstens ein Teil des erzielten Ertrages in gemeinnützige Projekte fließt. Kaum gebrauchte Kleidung in Sammelcontainer zu werfen, ist besser als sie wegzuwerfen. Noch viel besser aber wäre es, nur Kleider zu kaufen, die man auch wirklich braucht und diese bis zum Ende der Nutzungsdauer zu tragen. Ihr Konsument-Team
  • Bitte keinem Mächtigen weh tun, oder wie ?
    von plattenspieler am 02.02.2014 um 18:57
    Was soll dieser Artikel? Wikipedia ist aufschlussreicher und kritischer. Etwa weiche Knie vor Caritas und Co.? Die Altkleider-Lüge - Wie Spenden zum Geschäft werden - die reportage - NDR - ARD http://www.youtube.com/watch?v=djXkFedpTrE
  • Also, ich bin mit Altkleidersammeln sehr vorsichtig geworden, denn die meisten ........
    von Hueher am 02.02.2014 um 08:19
    ....wollen lediglich PROFIT machen, dazu gehört leider auch "Humana", denn der deutsche "STERN" recherchierte bereits mehrmals darüber wegen Profitgier und Machenschaften zB, in Afrika !! Wenn ich etwas zu geben habe, gehe ich DIREKT zu den Betroffenen, zB. "Gruft" oder "Obdachlosen"...........dort ist meine Spende besser aufgehoben! Zu all diesen Kleiderspenden sollte auch einmal folgendes gesagt werden: am Beispiel Thailand,bemerkte ich, sehr vieles kommt aus Österr.+Deutschland, zu sehen meistens an Etiketten oder Aufschriften und wird an dortigen Märkten sehr günstig verkauft! So weit so gut, NUR, niemand bedenkt, daß, dadurch der einheimische Kleidermarkt kaputt gemacht wird!?! Denn, wenn zB ein T-shirt oder Jean umd die Hälfte oder mehr, billiger ist als einheimische Neuwahre, dann muß man sich fragen, ist dieser Kleiderhandel in die "ach so arme 3.Welt sinnvoll"??? Und solche Märkte habe ich in Brasilien, Afrika und Asien erlebt! Also, Altkleiderspenden sind sinnvoller HIER im LANDE an Bedürftige zu spenden als in "geldgeile" Container diverser "karitativer Vereine" !!
Bild: VKI