ALUTOP Ges.m.b.H.

Kein Zertifikat

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Konsument 7/2010 veröffentlicht: 22.06.2010

Inhalt

„Ein Fall für "Konsument": Aus unserer Beratung - Fälle, die wir erledigen konnten und solche, bei denen wir nichts erreichen konnten. Diesmal: Förderung in Aussicht gestellt, aber Zertifikat schuldig geblieben.

Wegen der vielen Wohnungsein­brüche wollte sich Familie Renner eine Sicherheitstüre anschaffen. Ein  Vertreter der Firma Alutop offerierte eine Wohnsicherheits­Panzertüre. Deren Preis von 2.800 Euro überstieg allerdings den vorgesehenen finanziellen Rahmen. Aber bekanntlich wird der Einbau solcher  Türen von der Stadt Wien gefördert. So erteilten Renners der Firma Alutop den Auftrag.

Als die neue Wohnungstür mon­tiert und bezahlt war, stellten sie an die zuständige Wiener Magistratsabteilung einen Antrag auf Förderung. Und blitzten ab: Die Förderungswerber müssten noch ein Zertifikat vorlegen, das bestätigt, dass die eingebaute Türe der ÖNORM für ein­bruchhemmende Türen entspricht, hieß es.

Frau Renner bat nun die Firma Alutop telefonisch um diese Urkunde. Die wurde ihr auch zugesagt. Doch nach mehrmaligen Urgenzen hatten Renners das wichtige Zertifikat noch immer nicht in Händen.

Schließlich wurde es Frau Renner zu bunt und sie wandte sich an uns. Wir erinner­ten die Firma an ihr Versprechen. Auch uns wurde das Zertifikat telefonisch ver­sprochen. Und wieder passierte nichts. Da fragten wir bei Alutop doch etwas  energischer nach.

Daraufhin verlor der Firmenchef die Nerven: „Dass die Ge­meinde Wien ganz bestimmte Zertifikate benötigt, um Förderbeträge auszube­zahlen, muss – rein rechtlich gesehen – unsere Firma nicht interessieren“, ließ er uns wissen. Und: „Auf unserem Auftrag wurde nirgends vermerkt, dass wir ein Zertifikat nach ÖNORM beilegen!“ Auch wurden rechtliche Schritte gegen uns  angekündigt.

Nun stimmt es, dass auf der Rechnung nichts von der ÖNORM zu lesen ist. Frau Renner schwört jedoch Stein und Bein, dass sie der Alutop­Vertreter auf die Förderung der Stadt Wien aufmerksam gemacht hatte. Beweisen können Renners dies aber nicht. Ihr Förderungsansuchen wurde jedenfalls von der Stadt Wien end­gültig negativ beschieden.

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