Boxspringbetten

Teures Vergnügen

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KONSUMENT 12/2013 veröffentlicht: 21.11.2013

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Soll ich mir ein Boxspringbett kaufen? Nicht nur bei "Sex and the City“ kommen sie groß ins Bild: Boxspringbetten haben in den USA, ebenso in Skandinavien und den Niederlanden, eine lange Tradition.

Inzwischen werden sie auch in Österreich angeboten. Sie stehen unübersehbar in den Schlafzimmerabteilungen der Möbelhäuser und in stylishen Spezialgeschäften.

Boxspringbett (Bild: Auping)Zwei-Matratzen-System ohne Lattenrost

Ein Boxspringbett ist eigentlich ein Zwei-Matratzen-System. Hier gibt es keinen Lattenrost, sondern einen gepolsterten Rahmen mit Federkern, dem sogenannten Boxspring. Auf dieser mit Füßen versehenen Federbox liegt meist eine Taschenfederkernmatratze und darauf ein sogenannter Topper, eine Art Unterbett. Dazu kommt noch das passende Kopfteil.

Test: kein berauschendes Ergebnis

Wer sich für diese – heftig beworbene – neue Art des Schlafens entscheidet, muss allerdings tief in die Tasche greifen. 3.000 Euro und mehr sind für ein Boxspring-Doppelbett keine Seltenheit. Lohnt sich das viele Geld? Unsere Kollegen von der deutschen Stiftung Warentest nahmen im Herbst drei Boxspringbetten genauer unter die Lupe ("test“ 9/2013). Die Ergebnisse waren nicht gerade berauschend. Schwere Matratzen, falsche Härteangaben und bei den Liegeeigenschaften weit entfernt von der großspurig versprochenen Perfektion, stellten die Prüfer fest. Lästig außerdem, dass die Bezüge nicht immer waschbar sind.

Fazit: schwere Matratzen, falsche Härteangaben

Auch ein aufwendiger Bettenaufbau garantiert keinen erholsamen Schlaf. Positiv fiel den Testern bei allen untersuchten Betten nur die Höhe auf. Mit ihren mehr als 60 Zentimetern erleichtern Boxspringbetten auf jeden Fall das Hinlegen und Aufstehen. Allerdings: Auch herkömmliche Betten mit Lattenrost und Matratze gibt es längst in verschiedenen Höhen zu kaufen.



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Bild: VKI