Daunendecken

Keine nachhaltige Wärme

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KONSUMENT 1/2014 veröffentlicht: 02.01.2014

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Daunendecken halten nicht, was sie versprechen. Die meisten mögen ja einigermaßen wärmen – aber nur, solange sie nicht gewaschen wurden.

Jede zweite Daunendecke hatte in einem Test der Stiftung Warentest nach dem dritten Waschgang viel an Warmhaltevermögen verloren, weil sich mehrere der gesteppten Kassetten völlig entleert hatten. Selbst kräftiges Aufschütteln hilft dann wenig.

Daunendecke von Kauffmann

Die hochpreisige Daunendecke des Vorarlberger Herstellers Kauffmann ist zwar unerreicht, was Warmhaltevermögen und Qualität der Daunen betrifft, doch wegen der geringen Haltbarkeit (vor allem nach dem Waschen) landete die 500-€-Decke nur auf dem letzten Platz bei zehn getesteten Produkten.

Decke vom Dänischen Bettenlager

Einzige „gute“ Decke ist die des Dänischen Bettenlagers (Preis 250 €). Ein möglicher Grund für die mangelhafte Qualität: Die Daunen werden immer kleiner und weniger flauschig. Das deutet darauf hin, dass die Gänse entweder früh gerupft wurden oder kurz gelebt haben. Gänsedaunen benötigen ein halbes Jahr, bis sie ausgewachsen sind, bei der Intensivmast sind die Gänse aber nach 9 bis 16 Wochen schlachtreif.

Herkunft wurde nicht verraten

Es ist wohl kein Zufall, dass bei einem parallel durchgeführten Ethik-Test kein einziger Hersteller verraten wollte, woher er seine Daunen bezieht – obwohl die meisten damit werben, dass sie keine Daunen von lebenden Tieren verwenden, die Gänse also nicht lebend gerupft werden. Von einer nachhaltigen Produktion ist mehr oder weniger die gesamte Branche weit entfernt. Schwacher Trost für die Firma Kauffmann: Punkto Ethik konnte sie als einzige ein „durchschnittlich“ erzielen.

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