Einbruchschutz

Schloss und Riegel

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Konsument 8/2010 veröffentlicht: 20.07.2010

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Urlaubszeit ist Einbruchszeit: Die meisten Einbrüche geschehen in den Sommermonaten. Erfahrene Täter erkennen an der Fülle der Werbeprospekte vor der Wohnungstür oder durch längeres Beobachten, dass die Bewohner auf Urlaub sind. Und wenn Türen oder Fenster nicht entsprechend abgesichert sind, wissen sie auch, dass sie leichtes
Spiel haben.

Man kommt vom Urlaub nach Hause, freut sich auf die vertraute Umgebung in den eigenen vier Wänden – und macht eine äußerst unerfreuliche Entdeckung: Das Schloss der Wohnungstüre ist beschädigt, die Räume sind durchwühlt, der Inhalt der Kästen ist auf dem Boden verteilt und alle Wertgegenstände fehlen.

Ist bei Einfamilienhäusern die elektronische Absicherung in Form von Alarmanlagen die geeignete Methode, den Einbrechern ihr Handwerk zumindest zu erschweren, so sollte man bei Wohnungen in größeren Gebäuden auf die mechanische Sicherheit setzen. Das bedeutet, durch entsprechende Maßnahmen den Angriff möglichst lange hinauszuzögern, was durchaus effektiv ist: Laut Kriminalstatistik geben die meisten Eindringlinge nach einigen Minuten auf und suchen sich ein einfacheres Objekt.

Schwachstellen von Tür und Fenster

Die Schwachstellen von Türen sind das Schloss, das Türblatt sowie dessen Verankerung durch die Bänder (Scharniere) in der Zarge (Türstock). Ähnliches gilt für alle Außenfenster. Sicherheitstüren weisen mehrere Merkmale auf:

  • ein massives Türblatt, das nicht leichtdurchstoßen werden kann
  • eine Sicherung des Türblatts gegen Aufhebeln (aus den Scharnieren heben) durch Haken, die in die Zarge greifen und somit eine vertikale Bewegung verhindern (Bandsicherung)
  • ein Sicherheitsschloss (meist Zylinderschloss), das gegen Aufbohren und Kernziehen gesichert ist
  • eine massive und im Mauerwerk fest verankerte Zarge, die das Herausbrechen der Türe verhindert

Mehrverriegelungsschlösser

Weitere Sicherungsmöglichkeiten sind z.B. Mehrverriegelungsschlösser, bei denen mehre Bolzen in die Zarge greifen, oder Sicherheitsbeschläge, die das Herausbohren des Schlosses erschweren. Zusätzlich können Türen innen durch Balken- oder Stangenschlösser abgesichert werden. Das sind Schloss-Systeme, die quer über das Türblatt reichen und fest in Zarge oder Boden verankert sind. Bei Fenstern gibt es zusätzlich zu diesen Maßnahmen auch noch das Verwenden von Sicherheitsglas, welches das Durchwerfen oder Durchstoßen verhindert oder erschwert.

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Bild: VKI