Elektrosmog im Haushalt

Am besten abschalten

Seite 1 von 5

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 3/2009 veröffentlicht: 16.02.2009

Inhalt

Immer mehr elektrische und elektronische Geräte bestimmen das Alltagsleben. Der Elektrosmog in den eigenen vier Wänden nimmt ständig zu. Was soll man dagegen tun? Hier Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Was versteht man unter Elektrosmog?
Analog zum Smog, der Luftbelastung durch Abgase, versteht man unter Elektrosmog die Belastung durch elektromagnetische Felder. Genau genommen bezieht sich das nur auf die uner­wünschte Abstrahlung von technisch erzeugten Feldern, nicht aber auf die natürlichen Felder wie das Erdmagnet­feld oder die Luftelektrizität. Verursacher von Elektro­smog sind vor allem der elektrische Strom und die Funkwellen zur Informations­übertragung.

Welche Belastungen durch elektrische oder magnetische Felder kommen im Haushalt in Betracht?
Die Quellen elektromagnetischer Felder sind mannigfaltig. Jedes elektrische oder elektronische Gerät erzeugt Felder, Mixer wie TV-Gerät, sowohl die Schreibtisch­lampe wie auch der Induktionsherd. ­Dazu kommen die Funkwellen, die durch Schnurlostelefon, Handy, WLAN (der drahtlose Internetzugang) oder Bluetooth (drahtlose Verbindung für Computer oder Telefon) verursacht werden.

Wie gefährlich ist die Belastung im Wohnbereich?
Für alle Quellen von Elektrosmog gilt: Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Geräte sind nach derzeitigem Wissensstand keine ­unmittelbaren gesundheitlichen Schäden anzunehmen. Das heißt, es ist bisher noch niemandem gelungen, einen eindeutigen wissenschaftlichen Nachweis für eine Gesundheitsgefahr zu erbringen. Auszuschließen ist eine solche allerdings nicht. Es gibt zahlreiche Hinweise auf Wirkungen auf den Menschen, ob etwas davon auch krank macht, ist umstritten.

Jedenfalls könnte es sein, dass ein bestimmter ­Prozentsatz der Bevölkerung „elektro­sensibel“ ist, was bedeutet: Diese Personen erleben durch den Elektrosmog zumindest vorübergehende Beeinträch­tigungen ihres Wohlbefindens (Kopfschmerzen, Konzen­t­rations- oder Schlafstörungen, Stress, ). Für alle gilt: Man tut gut daran, sich an das Vorsorgeprinzip zu halten. Da eine Gesundheitsgefahr nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann, sollten unnötige Belastungen vermieden werden. Was aber nötig ist oder nicht, das muss jeder für sich entscheiden.

Lässt sich Elektrosmog messen?
Bei allen Arten von Feldern – elektrischen und magnetischen im Niederfrequenz­bereich (Strom) sowie elektromagnetischen im Hochfrequenzbereich (Funk) – kann die Feldstärke gemessen werden. ­Dafür gibt es Feldstärke-Messgeräte, die um relativ wenig Geld auch in Elektromärkten zu erwerben sind. Da die meisten sehr ungenau messen und da beim Messen ­viele Beeinflussungsfaktoren zu berücksichtigen sind, ist es empfehlenswert, Messungen von Experten durchführen zu lassen.

Doch die sind leider rar (siehe Mehr zum Thema). Daneben gibt es eine Vielzahl von Geschäfte­machern. Hüten Sie sich vor Leuten, die keine konkreten Messwerte angeben (Volt pro Meter für die Feldstärke), und miss­trauen Sie jenen, die nicht nur messen, sondern auch etwas verkaufen wollen.

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo