Espressomaschinen

Der kleine Schwarze ganz groß

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Konsument 12/2010 veröffentlicht: 12.11.2010

Inhalt

  • Espresso gelingt besser als Cappuccino
  • Pflege- und Wartungsaufwand unterschiedlich
  • Wer es bequem haben möchte, muss mehr investieren

Lesen Sie auch unseren Test: Espressomaschinen 12/2012

Leicht möglich, dass künftigen Generationen das Wort "Filterkaffee" ebenso exotisch in den Ohren klingt wie "Schallplatte" oder "Videorecorder". Die Portionskaffeemaschinen mit ihren einfach zu handhabenden Kapseln und Pads haben das Kaffeekochen revolutioniert.

KONSUMENT-Kartoon über Espressomaschinen und George Clooney (Bild: Rosch) Daneben haben sich aber auch die großen Vollautomaten – besser bekannt als Espressomaschinen – in vielen heimischen Küchen einen Platz gesichert. Zwölf dieser Geräte haben wir gemeinsam mit der Stiftung Warentest genauer unter die Lupe genommen.

Jederzeit betriebsbereit

Der kleine Schwarze mit seiner haselnussbraunen Crema wird nicht nur pur konsumiert, sondern bildet die Basis für weitere beliebte Kaffeespezialitäten wie Cappuccino (Espresso mit Milchschaumkrone) oder Latte macchiato (Milch, Espresso und Milchschaum in drei Schichten übereinander). Damit diese gelingen, verfügen viele Espressomaschinen über die nötige Vorrichtung zur Erzeugung von luftigem Milchschaum.

Und auch sonst geizen die meisten Geräte nicht mit praktischen Ausstattungsdetails und Funktionen. Nach passender Programmierung genügt ein Knopfdruck und heißes Wasser läuft unter Pumpendruck durch ein feines Sieb voller Kaffeepulver. Dieses stammt von frisch gemahlenen Bohnen aus der integrierten Kaffeemühle.

Ein Frischwasserbehälter und die Bereitschaftsfunktion sorgen dafür, dass die Espressomaschinen beim akuten Wunsch nach einem Koffeinkick nicht erst langwierig hochgefahren werden müssen, sondern jederzeit betriebsbereit sind. Sogar das Spülen, Reinigen und Entkalken läuft bei der aktuellen Gerätegeneration großteils automatisch ab.

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Nachtrag

Drei Geräte kamen für diesen Test zu spät auf den Markt: Cascolino und Verona (beide bei Hofer) sowie das Modell Cremesso, das im Oktober/November bei Interspar/Maximarkt bzw. im Elektrofachhandel erhältlich war. Mehr Infos finden Sie in unserem Kurzbericht " Espressomaschinen: Martello und Cremesso ".

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Kommentare

  • Nicht herausnehmbare Brüheinheit
    von stemmer am 02.12.2010 um 19:45
    Es mag zwar kostengünsiger sein, die Brüheinheit herauszunehmen und (außen) abzuwaschen, aber bei dieser Methode ist es wohl nicht möglich die Kaffeeöle, die, wenn sie ranzig werden, ganz bestimmt den Geschmack des Kaffees verändern.Da ist mir die ordentliche Reinigung mit einem Reinigungsmittel, wie sie bei der Jura durchzuführen ist, schon lieber. Und schon das Gefühl, dass der Kaffee durch saubere Leitungen läuft, lässt die Vorfreude auf eine gute Tasse Kaffee noch erhöhen. Übrigens betreiben wir auf meiner Dienststelle seit rund 8 Jahren die Maschine ohne herausnehmbare Brüheinheit, nur Schimmelbildung, wie ein Leser schreibt, konnte bislang nicht festgestellt werden.
  • Teuer muss nicht gut sein
    von REDAKTION am 30.11.2010 um 13:22
    Dies deckt sich im Wesentlichen mit unseren Erfahrungen. Im Text (Kompetent) weisen wir deshalb explizit darauf hin, dass Vollautomaten teuer sind, weil hier Zusatzkosten durch Wartung und Pflege entstehen. Wir haben deshalb in den letzten Jahren mehrfach den Service von Espressomaschinen getestet. Der Hinweis, dass bei Jura die Brühgruppe nicht herausgenommen werden kann, findet sich ebenfalls im Text. Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass diese Geräte auf jeden Fall zur Servicestelle müssen. Preise für Entkalker (die vom Hersteller empfohlenen) sind in der Tabelle angegeben. Im Übrigen sollte man sich bei der Wartung an die Angaben des Herstellers halten. Dass die De Longhi-Maschine störungsfrei läuft kann aber auch damit zusammenhängen, dass sie im Gegensatz zur deutlich älteren Juramschine erst eineinhalb Jahre alt ist.
  • Teuer muss nicht gut sein
    von bergerj8 am 30.11.2010 um 11:56
    Beurteilung Jura E80 (2003, ca. € 850,- ausrangiert 2009): Schwachpunkte: 1. Ziemlich viel (zu viel) Elektronik - relativ oft Störungen, meist mithilfe der freundlichen Hotline in Ordnung gebracht. 2. Mahlwerk nach 5 1/2 Jahren abgenützt und hätte ausgetauscht werden müssen! Normal? Jedenfalls war das der Grund, die Maschine auszutauschen. 3. Brüheinheit nicht herausnehmbar - Reinigung der Maschine ist daher kostenpflichtiges Service. Ekelige Schimmelbildung im Innern der Maschine nicht vermeidbar! 4. Zusätzlich hohe Kosten für den vorgeschriebenen Kalkfilter (Jura Claris, ca. € 13,-) bei uns ca. 3 bis 4mal im Jahr. Unser Wasser hat ca. 18 Härtegrade. 5. In 5 1/2 Jahren 3 kostenpflichtige Reparaturen (Brüheinheit, Dichtungen,.. ergaben ca. € 190,-!! Positiv: relativ leise, relativ schnell, gute Kaffeequalität freundliche und kompetente Hilfe bei Anrufen Hotline. Seit 1 1/2 Jahren haben wir eine "DeLonghi 3200 S ca. € 450,-" in Betrieb, mit der wir sehr zufrieden sind. Sie ist eine Spur lauter und langsamer als die Jura. Bei der Kaffeequalität kein Unterschied zu Jura. Bisher keine Störungen, ca. alle 4 Wochen ist ein Reinigungsprogramm mit einem Entkalker notwendig (geschätzte Kosten für den Entkalker ca. € 10,- pro Jahr). Welcher Entkalker (Durgol,.. Zitronensäure)? Das wäre separates Thema. Meiner Meinung nach spricht der Test im Konsument das Problem der nicht herausnehmaren Brüheinheit nicht deutlich genug an! Auch die teuren Kalkfilter werden nicht erwähnt. Schöne Grüße hans B. OÖ
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo