Espressomaschinen-Reparatur

Bitterer Beigeschmack

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Konsument 8/2008 veröffentlicht: 09.07.2008

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  • Für ein einfaches Netzteil auf Platine bezahlt man bei Saeco satte 162 Euro!
  • Siemens verrechnete gar nicht beauftragte "Serviceleistungen"
  • Jura bietet den Kunden eine "Wette" an

Lesen Sie auch unseren Test: Espressomaschinen 12/2012

Für manchen Zeitgenossen bedeutet es den Super-GAU, wenn morgens die Espressomaschine streikt. Was kann Schlimmeres passieren, als ohne guten Kaffee in den Tag zu starten? Umso wichtiger ist es, dass man das Gerät möglichst rasch und funktionstüchtig vom Service zurückbekommt.

Gleicher Fehler – unterschiedliche Kosten

Für unseren Test haben wir bei fünf Espressovollautomaten einen Fehler im Trafo eingebaut. Dadurch wurde die Stromversorgung der Geräte, bei denen die Gewährleis­tungs- und Garantiezeit bereits abgelaufen war, lahmgelegt. Anschließend haben wir uns dann direkt an die Servicestelle (Siemens) beziehungsweise die von den anderen Herstellern genannten Vertragswerkstätten in Wien gewendet. Ergebnis: Die Arbeitszeitkosten für ein und dieselbe Reparatur sowie die Preise für durchaus vergleichbare Ersatzteile unterscheiden sich deutlich.

Der Konsument muss mit nicht unbeträchtlichen Kosten rechnen, die sich ohne Weiteres auf bis zu 50 Prozent des Einkaufspreises der Maschine summieren können. Einen Sonderfall in unserem Test stellt das Tchibo-Gerät dar. Das Kapselgerät befand sich noch innerhalb der Herstellergarantie. Deshalb legten wir bei unserem Besuch in einer Tchibo-Filiale keine Rechnung vor. Zu unserer Überraschung wurde das Modell ohne weitere Umstände kostenlos gegen ein neues ausgetauscht. Aus Kundensicht ein perfekter Service, aus Sicht des Umweltschutzes wäre allerdings interessant zu wissen, was mit den defekten Maschinen passiert.

Der direkte Weg ist der schnellere

Doch zurück zu den Espressovollautomaten. Die Servicestellen und Vertragswerkstätten waren deshalb unsere Anlaufstellen, weil wir hinsichtlich der Reparaturdauer den Vergleich zu unserem letzten Servicetest (siehe dazu: " Espressomaschinen-Service 1/2006 ") ziehen wollten. Damals hatten wir uns an den Handel gewandt, der ja nichts anderes tut, als die defekten Geräte an die Servicestellen weiterzuleiten. Tatsächlich verkürzt sich die Reparaturdauer durch Auslassung dieser Zwischenstation merkbar und ist für Geräte mit bereits abgelaufener Garantie empfehlenswert.

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Bild: VKI