Fertigrasen

Sattes Grün zu stolzen Preisen

Seite 1 von 12

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 5/2009 veröffentlicht: 30.04.2009

Inhalt

  • Nur drei von sechs Fertigrasen waren "gut"
  • Qualitätsmängel bei der Zusammensetzung
  • Pflegeaufwand: Jeder hat den Rasen, den er verdient
  • „Achtung – Fertig – Rasen“ lautet der Werbeslogan eines von sechs Fertigrasenanbietern, deren Produkten wir im aktuellen Test auf die Graswurzeln gefühlt haben. Tatsächlich ist eines der überzeugendsten Argumente für Fertigrasen seine rasche Verlegung, die zwischen Frühjahr und Spätherbst erfolgen kann. Innerhalb weniger Stunden verschwindet eine – je nach Wetterlage – staubige oder matschige Erdfläche unter dichtem Grün.

    Ein Jahr voraus

    Nur hinsichtlich der sofortigen Betretbarkeit des Rasens, die in den Prospekten der Anbieter teils zugesagt, meist aber gar nicht dezidiert angesprochen wird, sollten Sie zurückhaltend sein. Vorsichtiges Begehen schadet nicht, und nach sieben Tagen ist in der Regel die Anwurzelung im Unterboden erfolgt. Ohne Bedenken nutzen und strapazieren lässt sich Fertigrasen jedoch erst, wenn die Graswurzeln ausreichend fest mit dem Untergrund verwachsen sind. Das dauert nach unserer Erfahrung drei bis fünf Wochen. Der Zeitgewinn gegenüber einem herkömmlich angesäten Rasen beträgt trotzdem zwischen sechs Monaten und einem Jahr.

    Gebrauchsrasen/Spielplatzrasen

    Was die Vorbereitungsarbeiten, den Standort und die spätere Pflege betrifft, unterscheidet sich Fertigrasen in seinen Ansprüchen nicht von angesätem Rasen. Auf diese Details gehen wir später noch ein. Schauen wir uns zunächst an, was Sie überhaupt geliefert bekommen, wenn Sie einen Fertigrasen des Verwendungsbereiches „Gebrauchsrasen/Spielplatzrasen“ bestellen, und wie Sie Qualität erkennen können (geprüft haben wir nach den Kriterien der ÖNORM für Sportplatzbeläge, weil es für Gebrauchsrasen keine eigene Norm gibt, wir aber vergleichbare Ergebnisse bekommen wollten).

    Viele Einflussfaktoren

    Aufgrund der steigenden Nachfrage haben sich in den vergangenen Jahren vor allem im Wiener Umland (besonders im Marchfeld) mehrere Betriebe auf Fertigrasen spezialisiert. Dessen Qualität hängt stark von den jeweiligen Anzucht- und Standortbedingungen, den verwendeten Gräserarten und Saatgutmischungen, den Pflegemaßnahmen sowie der Schälstärke ab.

    Dieser Begriff meint die Dicke der Grassoden (= Rasenstücke), die vor der Auslieferung maschinell vom Boden abgehoben, in (meist 40 x 250 cm = 1 m² große) Bahnen geschnitten und für den Transport und das einfache Verlegen zusammengerollt werden. Daher kommt auch die alternative Bezeichnung „Rollrasen“. Die Anlieferung sollten Sie übrigens gut planen, denn der Rasen sollte noch am selben Tag verlegt und bewässert werden.

    Bewertung

    Wertung: 3 von 5 Sternen
    62 Stimmen
    Weiterlesen
    KONSUMENT-Probe-Abo