Feuchter Keller

Lüften zum richtigen Zeitpunkt

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Konsument 8/2001 veröffentlicht: 01.08.2001

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In der Bodennähe der Regale und an Kaltwasserleitungen in meinem Keller ist es tropfend nass. Dabei habe ich gehofft, dass mein Keller jetzt im Sommer trockener wird. Wie ist das zu erklären?

Das Phänomen kennen wir aus kalten Wintertagen: Wenn feuchtwarme Innenluft durch ein geöffnetes Fenster entweicht, beschlägt sich die kalte Außenscheibe. Im Sommer sind die Verhältnisse umgekehrt: Die feuchtwarme Luft, an schwülen Tagen mit bis zu 30 Gramm Wasser pro Kubikmeter, ist draußen. Trockenere Luft und kühlere Oberflächen sind drinnen. Wird die Luft ausgetauscht, kommt es zu einem Feuchtigkeitstransport von außen nach innen. Der Innenraum wird, entgegen der Erwartung, feuchter. Daher Vorsicht besonders bei feuchten und etwas modrigen Kellern: Sie können an heißen Tagen nicht durch Lüften getrocknet werden. Oberflächentemperaturen von unter 25 Grad Celsius reichen aus, um dampfhaltige Luft von über 30 Grad zum Kondensieren zu bringen. Primär „schwitzen“ da die kältesten Oberflächen wie Wasserleitungen oder kalte Gegenstände in Bodennähe. Halten Sie daher die Fenster geschlossen, bis es draußen kälter ist als im Keller. Lüften Sie am Abend oder in den Morgenstunden. Bei aufgehender Sonne herrscht die größte Temperaturdifferenz. Sie ist ideal für das Ablüften überschüssiger Kellerfeuchte.
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