Geschirrspüler

Tempo kostet Geld

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KONSUMENT 9/2012 veröffentlicht: 29.08.2012, aktualisiert: 06.09.2012

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Wer schnell saubere Teller aus dem Geschirrspüler braucht, zahlt drauf. Der Test zeigt: Kurzprogramme brauchen nach wie vor jede Menge Strom und Wasser.

Ja, wir wissen es alle: Wir sollten den Geschirrspüler erst einschalten, wenn er voll ist. (Das gilt natürlich auch für die Waschmaschine.) Aber es gibt immer wieder Tage, da wird das einfach nichts. Ein paar Teller vom letzten Abendessen, einige Tassen vom Frühstück. Und dabei bleibt es, weil alle Mitglieder der Familie den ganzen Tag außer Haus sind und sich selbst versorgen. Was tun?

Erst vollräumen, dann einschalten

Noch einen Tag warten, bis es erstens in der Küche muffelt und zweitens die Speisereste am Geschirr ­betonhart eingetrocknet sind? Wozu gibt es schließlich Kurzprogramme? Die wurden sicher erfunden, um wenig Geschirr mit minimalem Energieaufwand in Nullkommanichts sauber zu bekommen, oder?

Schön wärs, doch die Ergebnisse aus diesem Test, der von der Stiftung Warentest durchgeführt wurde, zeigen das genaue Gegenteil. Ausgerechnet die Kurzprogramme der Geschirrspüler verbrauchen am meisten Strom und Wasser.

Faktoren Chemie, Temperatur, Zeit und Mechanik entscheidend

Ob Geschirr – oder auch Wäsche – sauber wird, hängt von den immergleichen Faktoren Chemie, Temperatur, Zeit und Mechanik ab. Der sogenannte Sinnersche Kreis, benannt nach dem deutschen Chemiker Herbert ­Sinner, zeigt, dass alle diese Parameter voneinander abhängig sind, gleichzeitig aber untereinander in ihrer Größe verändert ­werden können. Entscheidend ist, dass die Gesamtsumme immer gleich bleibt. Wird ­etwa die Temperatur abgesenkt, um Strom zu sparen, muss die Spülzeit entsprechend verlängert werden, um ein gleichwertiges Ergebnis zu erzielen – und umgekehrt, wie das Beispiel Kurzprogramme zeigt.

Strom- und Wasserverbrauch

Ein geringer Strom- und Wasserverbrauch steht bei den Käufern von Haushaltsgeräten ganz oben auf der Wunschliste. Aus den Energiefressern von anno dazumal sind inzwischen Sparmeister geworden. Noch weniger geht bei den in diesem Test untersuchten Geschirrspülmaschinen fast nicht mehr, die Konstrukteure haben die Sparpotentiale weitgehend ausgeschöpft.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Bosch SMV69M80EU, Miele G 5660 SCVi, Siemens SN64M080EU, Miele G 4490 SCVi, AEG F65020VI1P, Ikea RENLIG DW60, Gorenje GV62324X, Whirlpool ADG 6999 FD, Bauknecht GSXP 6140 GT A+, Bosch SMI69M85EU, Miele G 5650 SCi, Bosch SMI48M15EU, AEG F65020IM0P, Bauknecht GSIP 6140 GT A+ PT, Gorenje GI 63324X

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Kommentare

  • Teuer und A+++ nicht empfehlenswert
    von susie am 13.09.2012 um 14:56
    Habe mir vor einem halben Jahr eine Zeolithspüler (Neff) gekauft und kann die schlechte Trockenleistung bestätigen. Mittlerweile bin ich drauf gekommen, dass man bei der Zeolithauslassöffnung keine hohen Teile platzieren darf. Plastikteile darf man wiederum nicht über dem Auslass platzieren, da diese zu heiß werden und zur Reinigung kann man nur Tabs verwenden, da diese in einen eigenen Behälter wandern und von da erst dann aufgelöst werden wenn das Programm das vorgibt. Begeistert bin ich, dass der Geschirrspüler unheimlich leise ist. Aber er spült ewig lange, das Geschirr wird kaum Trocken und der Geschirrspüler müffelt durch die enorme Restfeuchte recht schnell. Auch habe ich das Gefühl, dass das Geschirr zwar optisch sauber ist, aber nicht ganz frei von Geschirrspülmittel. Zusätzlich nimmt die Bestecklade ziemlich viel Platz weg und das Salz und der Klarspüler sind andauernd nachzufüllen. Alles in Allem ein Fehlkauf, und richtig teuer!
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