Geschirrspültabs

7, 8, 9, 10 ... alles eins!

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Konsument 2/2008 veröffentlicht: 16.01.2008

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  • Multi-Tabs sind besser geworden
  • „Nicht zufriedenstellend“ für Claro 7 in 1 Multi
  • Mono-Tabs haben aber nach wie vor die Nase vorn

3 in 1 ist schon wieder Schnee von gestern. Wenn schon mehrere Funktionen, dann wenigstens fünf. Die Geschirrspültabs der aktuellen Generation liefern zusätzlich zu Reiniger, Klarspüler und Regeneriersalz auch Glasschutz und sorgen für mehr Glanz bei Edelstahl. Produkte mit Bezeichnungen wie 7 in 1, Alles in 1 oder Quantum sollen zudem hartnäckigen Schmutz effizienter entfernen.

Mono-Tabs haben Nase vorn

Ob die neuen Multi-Tabs tatsächlich so gute Allrounder sind, wie verheißen, haben wir in Kooperation mit der Stiftung Warentest geprüft. Zu Vergleichszwecken wurden außerdem fünf exemplarisch ausgewählte Mono-Tabs getestet. Mono-Tabs enthalten Reiniger ohne weitere Zusätze. Wer sie verwendet, hat den Geschirrspüler separat mit Regeneriersalz und Klarspüler zu versorgen. An der Effizienz dieses Baukastensystems gab es bislang wenig zu bekritteln. In Tests erzielten klassische Solo-Tabs mit separatem Klarspüler und Regeneriersalz regelmäßig bessere Resultate als die stark beworbenen Multi-Tabs.

Auch im vorliegenden Vergleich haben Mono-Tabs die Nase vorn. Ausgenommen Splendid (Spar) hatten alle getesteten Mono-Tabs eine gute Reinigungswirkung. Und die besten Solo-Tabs im Test – Calgonit Powerball Classic – konnten sogar als einzige von allen geprüften Produkten die Bildung von Kalkablagerungen auf Gläsern und Porzellan „sehr gut“ hintanhalten. Allerdings kosten diese Tabs mit rund 14 Cent pro Spülgang mehr als doppelt so viel wie die insgesamt auch noch guten Mono-Tabs Denk mit von dm (6 Cent pro Spülgang).

22 Cent für einen Spülgang 

Bei den Multi-Tabs ist ebenfalls ein teures Produkt das beste seiner Gruppe: Mit Somat 7 wurde das Geschirr fleckenlos und strahlend sauber. Doch ein Spülgang kostet 22 Cent. Fast ebenso gut und etwas billiger: der Vorgänger Somat 5. Doch von Somat 5 sind im Handel nur mehr Restposten erhältlich. Wesentlich preisgünstiger kommen die drittbesten Multi-Tabs, Azor 6 in 1 (Plus), um 9 Cent pro Spülgang.

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Kommentare

  • Ich setze auf Reinigungspulver
    von Mag Zirnig am 29.01.2010 um 02:03
    Wenn ich lese, dass sich die Claro 7 in 1 - Reinigungstabs früher oder später in eine bröselige Masse verwandeln, dann fühle ich mich bei der Verwendung von Reinigungspulver bestätigt. Erstens ist es umweltfreundlicher, denn beim Pulver fällt der Müll der Einzelverpackungen weg, bei wenig verschmutztem Geschirr oder kleineren Geräten kann man geringer dosieren und mit dem bedarfsabhängigen Einsatz getrennter Spülmittel-Komponenten werden die Abwässer vor Chemikalien verschont, die nicht immer und überall gebraucht werden (z.B: Salz, Glasschutz). Zweitens ist es zeitsparender, wenn ich das Pulver - das ich in eine leere Flüssigwaschmittel-Flasche gefüllt habe - nur einzugießen brauche anstatt mit Verpackungen herumzufummeln. Drittens spare ich wegen des geringeren Preises und der individuellen Dosierung auch Geld, und viertens wirkt sich die phasenweise und damit bessere Reinigungswirkung der gepressten Blöcke oft nur in der Theorie bzw. im Testlabor aus: Bei längerer Lagerung geht dieser Vorteil verloren, bei weichem Wasser ist das enthaltene Regeneriersalz überflüssig, beim Normalgeschirr erübrigt sich der Glasschutz - denn empfindliche Gläser sollte man getrennt spülen - und manchmal bleiben die Blöcke unaufgelöst im Reinigerfach kleben und machen einen zusätzlichen Spülgang notwendig, was mir bei Pulver noch nie passiert ist. Ich habe mich jedenfalls – bei sehr weichem Wasser in Transdanubien – noch nie über eine mangelnde Reinigungskraft oder Geschirrschonung meines SOMAT-Pulvers beklagen müssen. Bei der Überlegung, ob es Multifunktionstabs sein müssen, sollte man also nach Rahmenbedingungen und Einsatzzweck differenzieren, was die Produktwerbung natürlich zu verhindern sucht. Zur Schonung von Umwelt und Geldbörse erspare ich mir das Vorspülen von normal verschmutztem Geschirr, indem ich die Spülmaschine, wenn sie erst am nächsten oder übernächsten Tag voll wird, jedes Mal fest verschließe, sodass die Speisereste gar nicht erst antrocknen. Zu einer kurzen Geruchsbelästigung beim Öffnen kommt es nur selten, im Hochsommer verzichte ich allerdings darauf. Zur Schonung von empfindlichem Geschirr beende ich das Programm noch während der Trocknungsphase und lasse den heißen Dampf entweichen.
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