Kerzenlampen

Sparen mit Hindernissen

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KONSUMENT 10/2012 veröffentlicht: 31.08.2012, aktualisiert: 24.01.2013

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LED-, Kompaktleuchtstoff- und Halogenglühlampen im Test: Wir haben das Angebot an Kerzenlampen mit kleinem Sockel gesichtet. Energiesparlampen zeigen die alten Schwächen.

Mit 1. September 2012 hat die Glühlampe endgültig ausgedient, auch solche unter 60 Watt dürfen dann nicht mehr auf den Markt kommen. - Glühbirnen und Energiesparlampen, das Thema ist heiß und es begleitet uns schon seit Längerem - hier ein paar Artikel aus früheren Ausgaben:

Zur aktuellen Situation: Restbestände der alten Glühbirnen kann der Handel noch verkaufen. Ein Trost für viele, die mit Energiesparlampen (ESL, korrekte Bezeichnung Kompaktleuchtstofflampen) negative Erfahrungen gemacht haben: Halogenglühlampen bleiben weiterhin im Angebot, wenn sie die Energieeffizienzklasse C erreichen.

Zumindest bis September 2016 – ab diesem Zeitpunkt müssen alle Lampen Klasse B erreichen, was Halogenglühlampen bisher nicht erfüllen. Ausgenommen von diesen Regelungen sind Speziallampen, für die es keinen geeigneten Ersatz gibt: das sind beispielsweise Lampen für Autos, Fahrräder, Kühlschränke oder Backöfen.

Schlanke Lampen mit kleinem Sockel (E 14)

Bei den sogenannten Kerzenlampen – schlanke Lampen mit kleinem Sockel (E 14) – ist das Aus für die herkömmlichen Glühbirnen besonders schmerzlich. Denn Kerzenlampen werden häufig in Lustern oder Designleuchten verwendet, bei denen die Lampen nicht abgeschirmt sondern ganz offen sichtbar sind. Wie der teure Kronleuchter von unförmigen Energiesparlampen verunziert wird, mag man sich gar nicht vorstellen. Doch Halt! Das Angebot hat sich verändert: Viele ESL und LEDs kommen nicht mehr so klobig daher, wie viele vielleicht befürchten mögen.

ESL sind grundsätzlich matt

Im vorliegenden Test – durchgeführt unter Federführung der Stiftung Warentest – wurden 16 Kerzenlampen einer umfangreichen Prüfung unterzogen. Die Formen sind bei Energiespar- und LED-Lampen recht unterschiedlich, siehe die Abbildungen in der Tabelle. Wer Lampen mit mattem Glas bevorzugt, muss auf Halogenglühlampen verzichten. Nur LEDs gibt es wahlweise matt oder klar, ESL sind grundsätzlich matt. 

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Osram LED Superstar Classic B 25 (EAN 4 008321 984104), Ledon LED Lamp (Art.-Nr. 25000640), Megaman LED Candle LC0305dv2 (Art.-Nr. MM21014), Philips MyVision LED (EAN 8 718291 127659), Toshiba LED E-Core LDCC0627CE4EUD (Art.-Nr. 218-50396), Sylvania ToLEDo Candle C37 Eco (Art.-Nr. 0026293), 16east Crystal LED Series Power Candle (Art.-Nr. LD 270-19), Paulmann LED (Art.-Nr. 281.08), Osram Duluxstar Superstar Classic B (EAN 4 008321 946638), Paulmann Energy Saver (Art.-Nr. 880.87), Megaman Ultra Compact Candle CL409 (Art.-Nr. MM80809), Hellweg Flector Spar-Leuchtmittel "Kerze" (Art.-Nr. 572750), Philips Softone ES Candle (EAN 4 018412 004765), LightMe Ecohalogen (Art.-Nr. LM85508), GE Halogen (EAN 0 043168 769365), Sylvania Halogen Classic Eco (Art.-Nr. 0023094)

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18 Stimmen

Kommentare

  • Verändertes Angebot
    von Mag Zirnig am 25.04.2013 um 13:53
    Das Angebot hat sich wieder geändert. Es gibt jetzt auch Halogenlampen mit mattem oder satinierten Glas, z.B. beim deutschen Leuchtmittelhersteller Paulmann. Dieser bietet auch ein Modulsystem: das Glas wird auf den Sockel aufgeschraubt, in dem die Halogenlampe steckt. Am Ende der Lebensdauer wird nur der Sockel getauscht, das Glas aber weiterverwendet. Das ist ein echter Beitrag zur Müllvermeidung, während die EU sonst auf den Stromverbrauch fixiert ist, der nichts dazu beiträgt. Tatsache bleibt aber, dass der EU-Glühbirnen-Amoklauf das Grundbedürfnis Licht massiv verteuert hat und den Leuchtmittelherstellern satte Profite verschafft hat, während die wahren Energieverschwender woanders sitzen: Fluglicht-Sportveranstaltungen in der Nacht und die unzähligen Beschneiungsanlagen in den Alpen dürfen unbehelligt das Tausendfache an Strom verbrauchen.
  • Unfaire Wirtschaft macht zornig!
    von good vibrations am 01.12.2012 um 07:34
    Zuerst wird mittels Lobbying ein Produkt(Glühlampe) de facto verboten, dann steigen die Preise des Nachfolgeproduktes um gefühlte 100% (obwohl das Produkt nicht mehr aus Polen sondern aus China kommt), gleichzeitig sinkt die Lebensdauer bzw. trifft bei weitem nicht zu: ca 1,5 Jahre für mehrere Marken-Energiesparlampen statt der angegebenen 8000 (und mehr) Stunden. Das find ich unfair und macht zornig!, da ich eigentlich Energiesparlampen mag (gut ich verstehe nicht, warum Leuchtstofflampen bis zu 30000 h real leben und Energiesparlampen nur für so kurze Lebensdauer ausgelegt sind und dann nur einen Bruchteil davon leben) Dann der Preis der LED-Lampen: nochmals wesentlich teuer bei annähernd gleichem Elektronik-Aufwand und geringer geschätztem Material-und Fertigungsaufwand als bei der Energiesparlampe! warum ca. 50 x teurer als eine Glühlampe? und kein RFID bzw. Microcontroller eingebaut, der die tatsächliche Brenndauer und Schaltzyklen dokumentierte? das gabs bei Video-Recordern schon vor 25 Jahren ... und würde für beide Seiten eine einfache, faire Basis bedeuten. Zusätzlich bräuchte der Konsument in seinen Grundbedürfnissen: Wohnen, Essen, Gesundheit, Bildung eine ähnlich starke Lobby bzw. fairere Gesetzesgrundlagen ...
  • LED-Lampen
    von rubahel am 15.10.2012 um 16:47
    In Ihrer letzten Ausgabe (10/12)haben Sie in der Tabelle die Ledlampe der Fa. "Ledon" 5 Watt mit Herstellerpreis von 19,99 € angeführt. Die Firma Interspar bringt eine Woche später ein Flugblatt mit der großen Ankündigung "25 % Ermäßigung auf alle LED-Lampen". Beim Besuch im Supermarkt stellt sich dann heraus, dass der normale Verkaufspreis der gleichen Lampe 23,90 € ist. Wird da der Konsument wieder einmal aufs gröbste über den Tisch gezogen? Vielleicht haben Sie eine Erklärung
  • Kerzenlampen
    von REDAKTION am 15.10.2012 um 10:40
    Für einen Vergleich der Helligkeit ist nur die ausgestrahlte Lichtleistung in Lumen interessant, wie hoch die aufgenommene Leistung in Watt ist, ist dafür (nicht aber für die Höhe der Stromrechnung) unerheblich. Für den Test wurden selbstverständlich Lampen mit vergleichbarem Lumenwert ausgewählt. Die Unterschiede - wie in der Tabelle ersichtlich, schwanken die Werte zwischen 230 und 395 Lumen - liegen darin begründet, dass die Hersteller ihre Produkte falsch deklarieren (in der Tabelle sind die tatsächlich gemessenen Werte wiedergegeben). Auch bei der Berechnung der Lichtkosten wird dieser gemessene Lumenwert verwendet - der Vergleich zeigt ihnen also, wieviel Sie für eine bestimmte Helligkeit im Zeitablauf zu zahlen haben, wobei auch die Lebensdauer der Lampen berücksichtigt wird. Ihr Konsument-Team
  • Kerzenlampen
    von kklima am 13.10.2012 um 21:58
    Der Test geht grundsätzlich an den Bedürfnissen eines Verbrauchers vorbei. Wichtig ist wohl in erster Linie welche Lichtleistung eine Lampe bringt. Für die Lampenwahl ist entscheidend ob sie 60 40 oder 25 Watt (bzw. entsprechde Lumen) hat. Was hilft es, wenn die Lampe supersparsam ist, aber die Lichtausbeute einer Kerze entspricht????
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo