Kochmesser

Echt scharf

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KONSUMENT 3/2015 veröffentlicht: 26.02.2015

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Ein gutes Küchenmesser will sorgsam ausgesucht sein. Zur Wahl stehen: klassische Kochmesser, japanische Santokus und Keramikmesser. Der Test zeigt, auch günstigere Produkte leisten gute Arbeit.

Folgende Produkte finden Sie in der Testtabelle:

Klassische Kochmesser

  • Böker
  • Burgvogel Solingen
  • Chroma
  • Dick
  • Fackelmann
  • Felix Solingen
  • Fissler
  • Ikea
  • Tupperware
  • WMF
  • Wüsthof
  • Zwilling

Santokumesser

  • Chroma
  • Kai
  • WMF
  • Wüsthof
  • Zwilling

Keramikmesser

  • Bodum
  • Kyocera
  • Zassenhaus

Die Testtabelle enthält folgende Bewertungsdetails:

Beurteilt wurden Klingenschärfe und Schnittqualität beim Schneiden, Schälen, Wiegen und Hacken. Die Tester bearbeiteten Gemüse, Obst, Fleisch, Kräuter und Nüsse. Haltbarkeit und  Reinigungsaufwand kamen ebenfalls unter die Testlupe.

Lesen Sie auch Folgendes zum Thema:


Hier der Testbericht:

Damit kochen Spaß macht und die einzelnen Handgriffe flott gelingen, ist das richtige Werkzeug nötig. Das gilt nicht nur für ­Spitzenköche. Auch wer bloß hin und ­wieder in der Küche werkt, ist gut beraten, ein hochwertiges, scharfes Küchenmesser zu verwenden.

20 Kochmesser im Test

Unsere Schwesterorganisation Stiftung ­Warentest hat 20 Kochmesser zu Preisen zwischen 12 und 229 Euro auf den Prüfstand gestellt. Drei Typen traten zum Test an: ­klassische Kochmesser mit spitz zulaufender Klinge und einer Länge von etwa 20 cm, ­Santokus sowie Keramikmesser mit einer ­Klingenlänge von 17 bis 18 cm.

Klassische Kochmesser lassen sich universell einsetzen. Sie sind relativ schwer (bis 300 Gramm). Japanische Santokus, die Mittel­gewichte im Test (130 bis 240 Gramm) kommen mit ihren dünnen Klingen sehr scharf daher und schneiden hauchdünn. ­Keramikmesser schließlich wiegen mit 90 bis 120 Gramm ­wenig, bleiben lange scharf, ­brechen aber leicht und eignen sich nur für weiche Lebensmittel. So viel vorweg.

Klingenschärfe und Schnittqualität

Ein Kochteam beurteilte Klingenschärfe und Schnittqualität beim Schneiden, Schälen, Wiegen und Hacken. Die Tester bearbeiteten Gemüse, Obst, Fleisch, Kräuter und Nüsse. Haltbarkeit und Reinigungsaufwand kamen ebenfalls unter die Testlupe.

Testsieger: ein Santoku

Testsieger ist das teuerste Messer, ein ­japanisches Produkt: Santoku Shun Premier der Tim-Mälzer-Serie des Messerherstellers Kai. Es schneidet besonders scharf sowie sauber und behält seine Schärfe lange. ­Ebenfalls sehr scharf unter den Santokus schneiden die Messer von Zwilling und WMF. Letzteres behielt seine Schärfe am längsten. Alle Santokus überstanden den 20-maligen Falltest.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Böker Forge Art.-Nr. 03BO501, WMF Grand Class Art.-Nr. 1891716032, Dick Premier Plus Art.-Nr. 8144721, Fissler Perfection Art.-Nr. 88 02/20 000, Wüsthof Classic Art.-Nr. 4582/20, Felix Solingen Gloria Lux Art.-Nr. 901221, Ikea Gynnsam Art.-Nr. 101.349.52, Chroma Type 301 P-18 EAN: 5 019311 914673, Burgvogel Solingen Oliva Line Art.-Nr. 6860.926.20.0, Zwilling Professional "S" Art.-Nr. 31021-201, Fackelmann Nirosta EAN: 4008033404068, Tupperware X Pert Kochmesser H 115 Art.-Nr. D 190, Kai Shun Premier, Tim Mälzer Serie Art.-Nr. TDM-1702, WMF Grand Gourmet Art.-Nr. 18 9194 6032, Wüsthof Grand Prix II Art.-Nr. 4174, Zwilling Twin Profection Art.-Nr. 33017-181, Chroma Haiku Damascus HD 05 EAN: 4 260089 861688, Kyocera FK-180WH-BK Art.-Nr. ALE020336, Zassenhaus Ceramic Art.-Nr. 70194, Bodum Kochmesser Bistro Art.-Nr. 11313-01

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
11 Stimmen

Kommentare

  • an: Salzamt; Bewertung, Nachvollziehbarkeit
    von REDAKTION am 10.03.2015 um 14:46

    - Angabe der erhaltenen Punkte in den verschiedenen Kategorien: Das hängt von der Art des Tests ab. Aber Sie haben Recht, es erleichtert die Vergleichbarkeit. Wir werden das intern besprechen.

    - Falltest: Keines der Keramikmesser überstand den 20-maligen Falltest heil. Die Unterschiede in der Bewertung ergeben sich dadurch, dass die Keramikmesser einige Stürze überstanden, bevor sie Schaden nahmen.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Antwort der Redaktion zum Thema Nachvollziehbarkeit
    von Salzamt am 10.03.2015 um 10:53
    Mit Ihrer Erklärung wird Testergebnis nicht nachvollziehbarer und leider auch nicht glaubwürdiger. Wieso veröffentlichen Sie neben den Schulnoten nicht auch die Punkte, welche die Messer in den einzelnen Kategorien erreicht haben? Man könnte sich dann auch seine eigene Tabelle mit den für sich selbst wichtigen Kriterien zusammenstellen, und das für die eigenen Anforderungen am besten geeignetste Messer finden. In der Testtabelle habe ich noch ein paar Merkwürdigkeiten entdeckt: Bei den Santoku-Messern kann man den Punkte-Unterschied zwischen erstem und zweitem Messern an Hand der Einzelbewertungen nicht verstehen. Vielleicht ist das „Sehr gut“, das beide bei Klingenschärfe und Schnittqualität bekommen, beim ersten besser als beim zweiten, aber rechtfertigt das gleich die 4 Prozentpunkte mehr? Die Keramik-Messer haben alle - wie sie schreiben – bei der Überprüfung der Bruchfestigkeit den Falltest nicht überlebt, trotzdem ist die Bruchfestigkeit beim drittplatzierten „durchschnittlich“. Beim zweitplatzierten ist die Bruchfestigkeit wie beim ersten „weniger zufriedenstellend“. Das führte aber merkwürdigerweise nur beim erstplatzierten Messer zur Abwertung.
  • an: Salzamt; Bewertung nicht nachvollziebar
    von REDAKTION am 03.03.2015 um 15:37

    Böker und WMF: Diese beiden Messer sind punktegleiche Testsieger (mit 74 Prozentpunkten). Beide Produkte haben sozusagen den ersten Platz erreicht. In solchen Fällen erfolgt die Darstellung in der Tabelle alphabetisch.

    Bei den Tests ist die Vorgangsweise folgende: Jeder einzelne Prüfparameter umfasst viele Einzelurteile zu verschiedenen Prüfungen, die nicht alle in der Testtabelle abgebildet werden können. Jede einzelne Prüfung bewerten die Tester mit Punkten. Aus der Summe dieser Detailbewertungen ergeben sich Noten für die verschiedenen Prüfungen. Daraus entsteht dann das Gruppenurteil wie beispielsweise der Prüfpunkt „Reinigen“.

    Letztendlich ergibt die Summe aller Punkte aus den Gruppenurteilen das Endurteil. Wenn nun ein Produkt in allen Punkten etwas besser beurteilt wurde als ein anderes, können sich verschiedene Urteile ergeben, obwohl dies durch die zusammengefasste Darstellung nicht sichtbar wird.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Bewertung nicht nachvollziehbar
    von Salzamt am 02.03.2015 um 14:08
    Die Bewertung der 5 ersten Messer kann ich nicht nachvollziehen und lassen mich an der Seriosität des Tests zweifeln: • Das WMF Messer auf dem zweiten Platz übertrifft das erste bei der Klingenschärfe, bekommt aber so wie das erste nur „Gut“ bei Schneiden, Wiegen, Hacken. • Das WMF-Messer ist auch bei der Spülmaschineneignung überlegen, aber die Gesamtpunktezahl ist bei beiden Messern gleich 74 Punkte. • Bei der Kategorie Haltbarkeit sehe ich bei allen Messern von Platz 1 bis 5 dieselben Einzelbewertungen, aber nur das erste bekommt hier „Sehr gut“. • Beim Messer auf Platz eins und beim Messer auf Platz fünf sind die Einzelbewertungen alle identisch, außer bei Spülmaschineneignung ist das fünftplatzierte Messer besser als das erstplatzierte. Dennoch erreicht das erste Messer 74 Punkte, das fünfte nur 72 Punkte. • Das viertplatzierte Messer bekommt als einziges der ersten 5 beim Reinigungsaufwand ein „Sehr gut“, aber die Gesamtpunkteanzahl ändert sich dadurch nicht. • Bei den Messern auf dem dritten und auf dem vierten Platz wurde die Spülmaschineneigung nicht überprüft, das führte im Vergleich zum erstplatzierten Messer gleich zu einer Abwertung um 2 Punkte, obwohl das Messer auf dem ersten Platz hier auch nur durchschnittlich war, und die Kategorie Reinigen nur 10% der Gesamtbewertung ausmacht.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo