Microfaser-Putztücher

Brutstätte für Mikroben

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Konsument 11/1999 veröffentlicht: 01.11.1999

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Mit Putztüchern aus Microfaser lässt sich angeblich der Einsatz von Reinigungsmitteln im Haushalt stark verringern. Was halten Sie davon?

Allzu hohe Erwartungen sollten Sie an diese angeblichen Wundertücher nicht stellen. Feucht abwischen, Tuch in klarem Wasser reinigen, einfach trocknen lassen – so propagieren es zwar manche Hersteller, in der Praxis ist das aber nicht zweckmäßig. Besonders in Küche und Bad könnte auf diese Art schnell der hygienische Notstand ausbrechen. Putzlappen sind eine ideale Brutstätte für Mikroben aller Art, auch Krankheitserreger. Die können durch unsaubere Lappen auch auf Besteck oder Essgeschirr übertragen werden. Infektionen sind also nicht ausgeschlossen. Daher müssen diese Reinigungstücher penibel saubergehalten werden, am besten in der Waschmaschine. Dabei kommt aber wiederum die verpönte „Chemie“ zum Einsatz, die man mit den Tüchern eigentlich verhindern will. Unproblematisch ist der Einsatz von Microfaser-Putzhilfen beim Fensterputzen und Bodenaufwischen. Aber dafür genügen auch herkömmliche Reinigungstücher. Billig sind Microfasertücher nämlich nicht. Man sollte sie auch nicht im Direktvertrieb („Putzpartys“) kaufen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier in der Regel für Konsumenten ungünstig. Außerdem sind zahlreiche Werbeaussagen unrichtig oder sachlich nicht nachvollziehbar.
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Bild: VKI