Portions-Kaffeemaschinen

Filtertüte ade

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Konsument 1/2007 veröffentlicht: 22.11.2006

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  • "Convenience" mit teils hohen Folgekosten
  • Der Geschmack ist nicht immer ein Erlebnis
  • Nickelbelastung bei Philips und Severin

Stefano Padova: derzeit vom Kauf abzuraten

Wir erhielten von unserer Lesern Hinweise, dass für die von uns als Testsieger ausgelobten Portionskaffemaschinen von Stefano Padova derzeit in Österreich keine Pads lieferbar seien. Daher raten wir bis auf weiteres von einer Anschaffung der nur per Internet bestellbaren Portionskaffemaschine ab. Die Maschine kann nur mit Originalpads befüllt werden. Die österreichische Website des Unternehmens ist außer Betrieb, eine Bestellung der Pads ist nicht möglich. Bei der Stefano Padova-Zentrale in Deutschland erhielten wir trotz mehrmaliger Urgenz keine weiterführenden Informationen.

Die Redaktion, (Stand 10.4.2008)


Voll im Trend

Portions-Kaffeemaschinen, mit denen Sie rasch und frisch eine oder manchmal auch zwei Tassen Kaffee aufbrühen können, liegen voll im Trend. Mit einem Anschaffungspreis von 60 bis 150 Euro sind die „Convenience“-Produkte zwar deutlich günstiger als die großen Espresso-Kaffeevollautomaten mit ihrem integrierten Mahlwerk, aber um ein Mehrfaches teurer als eine herkömmliche Filtermaschine. Auch die Tasse Kaffee kostet mehr.

Mit und ohne Systembindung

Voraussetzung für das Funktionieren der Portions-Kaffeemaschinen ist ihre Bestückung mit Pads beziehungsweise Kapseln, die jeweils Kaffeepulver für eine Tasse enthalten und in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten werden. In manchen Geräten können nur die dafür produzierten Portionseinheiten verwendet werden und die Kaffeeauswahl ist auf einen Anbieter beschränkt.

Die getesteten Modelle von Krups, Philips und Severin akzeptieren auch baugleiche „fabrikfremde“ Pads. Aus Filterpapier hergestellte Pads sind dabei umweltfreundlich kompostierbar. Sind die Pads aus Aromaschutzgründen einzeln luftdicht verpackt, ist es allerdings mit der Umweltfreundlichkeit vorbei. Auch die aus Kunststoff bestehenden Kapseln landen meist im Restmüll.

Geschmacklich großteils „gut“

Für den sensorischen Test zog die Stiftung Warentest Senseo Normale Röstung und Jacobs Krönung Verwöhnaroma heran sowie bei den systemgebundenen Geräten ebenfalls eine normale Röstung. Der eindeutige Geschmackssieger stammt von einem Gerät, das nur über den Direktvertrieb zu beziehen ist (siehe dazu „Testsieger“).

Feinporiger Schaum

Die meisten anderen Kaffeemaschinen lieferten aber trotzdem ein wohlschmeckendes Getränk mit mehr oder weniger feinporigem Schaum. Lediglich bei Braun gelang mit dem verwendeten Kaffeepulver (Jacobs Krönung) keine Spur von Crema, das Ergebnis lag somit auch optisch dem klassischen Filterkaffee am nächsten. Wenn Sie Wert auf Schaum legen, müssen Sie zu einer anderen Kapsel („T-Disc“) greifen, wie etwa Jacobs Caffè Crema.

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Bild: VKI