Rauchmelder

Feuerprobe bestanden

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KONSUMENT 3/2013 veröffentlicht: 20.02.2013

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Rauchmelder sollten in jedem Schlafzimmer selbstverständlich sein. In einem Test haben sich alle als funktionstüchtig erwiesen.

Jedes Jahr sterben 20 bis 30 Menschen in­folge von Bränden in privaten Haushalten. In den wenigsten Fällen sind Verbrennungen die Ursache. Die meisten Menschen erleiden, bevor die Flammen sich ausbreiten, eine Rauchgasvergiftung. Bereits wenige Atemzüge genügen für eine tödliche Dosis Rauchgas und so kommt es immer wieder vor, dass Menschen der Tod im Schlaf ereilt.

Rauchmelder im Test

Brandschutzexperten plädieren daher vehement für die verpflichtende Montage von Rauchmeldern in allen Haushalten. Diese erkennen Rauchkonzentrationen frühzeitig und warnen durch einen pulsierenden Ton die Bewohner zu einem Zeitpunkt, zu dem die Flucht aus dem Gefahrenbereich noch ­möglich ist.

Rauchmelder nur in Kärnten Pflicht

Eine Richtlinie des Österreichischen Instituts für Bautechnik sieht vor, dass in allen Auf­enthaltsräumen (außer in Küchen) sowie in Gängen, die als Fluchtweg dienen, mindes­tens ein Rauchwarnmelder zu installieren ist. Das bedeutet, Rauchmelder sollten im Schlafzimmer, im Wohnzimmer, im Arbeitszimmer und im Vorzimmer montiert werden. In Küche und Bad ist es dagegen nicht sinnvoll, weil Wasserdampf (und Staub) einen Fehlalarm auslösen kann. Diese Richtlinie ist allerdings noch in keinem Bundesland vollständig umgesetzt.

In Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg gibt es keine Rauchmelder-Pflicht, in den anderen sechs Ländern ist die Ausrüstung damit bei Neubauten und umfangreichen Umbauten vorgeschrieben. Kärnten wird das erste Bundesland sein, in dem es eine Rauchmelder-Pflicht für alle Wohnungen gibt – ab 1. Juli 2013 müssen auch bestehende Wohnungen damit versorgt sein.

Alarmton über 85 Dezibel

Rauchmelder erfassen die Konzentration der Rauchpartikel in der Luft, und zwar wird über ein fotooptisches Verfahren Streulicht gemessen, das durch die Partikel verursacht wird. Bei Erreichen einer bestimmten Dichte wird der Alarmton ausgelöst. Die Lautstärke muss über 85 Dezibel betragen, damit der Ton auch durch geschlossene Türen hörbar ist. Rauchmelder sollten über

  • einen Testknopf zum Prüfen des Alarmtones verfügen,
  • über ein optisches Signal (Blinken) zur ­Anzeige der Einsatzbereitschaft und
  • über ein akustisches Signal bei notwendigem ­Batteriewechsel, das möglichst mindestens 30 Tage lang ertönen sollte, um die Bewohnern auch nach längerer Abwesenheit noch zu informieren.

Praktisch ist darüber hinaus eine Stummschaltung, um den Signalton für den Batteriewechsel vorübergehend abschalten zu können.

 


 

Weitere Informationen zu Rauchmeldern lesen Sie in diesen Artikeln: Test: Rauchmelder 3/2004  und China: Rauchmelder 05/2010

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Ei Electronics Ei650, FireAngel ST-620-DET, Pyrexx PX-1, Detectomat HDv sensys, Bavaria BARM210, Unitec HS-103, Kidde Q1 Modell 10Y29, FlammEx K10 long, FMR3286, Abus HSRM 10000, Ikea Patrull 29HIK, Elro RM 144, GEV FMR4023, Unitec EIM-202/Art.Nr. 46771, Hekatron Genius Hx, mit Funkmodul-Basis, Minimax MX 200

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Bewertung

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52 Stimmen

Kommentare

  • Nach 10 Jahren muss man neue Rauchmelder kaufen
    von mueller.guenther am 17.06.2013 um 12:54
    Sie schreiben, der Aufwand für Batterie- und Gerätewechsel nach 10 ist "sehr gut" - soll wohl bedeuten: sehr gering. Leider wird dabei ein wichtiger Aspekt nicht klar: die Batterie ist fix eingebaut und man muss das gesamte Gerät nach 10 Jahren wegwerfen und ein neues kaufen. Der Anruf bei einem der Hersteller hat ergeben, dass das auch bei Geräten mit grundsätzlich wechselbarer Batterie der Fall ist, da die Geräte nach 10 Jahren so verschmutzt sind, dass eine sichere Funktion nicht gewährleistet ist. Das sieht für mich verdächtig nach einem weiteren Fall von geplanter Obsoleszenz aus.
  • Leben ist lebensgefährlich,d.h. absolute Sicherheit ist unmöglich
    von Frater Richard am 01.03.2013 um 11:49
    Siehe Rezessionen, z.B. unter http://www.amazon.de/review/B004VLI006/ref=cm_cr_prvoterdr?_encoding=UTF8&showViewpoints=1&sortBy=bySubmissionDateDescending#R333T7UJN750I.2115.Helpful.Reviews
  • Vorsicht bei Rauchmeldern in wenig benutzten Räumen!
    von konsumernst am 24.02.2013 um 19:26
    Der Höllenlärm eines Rauchmelders schreckte die Bewohner eines mehrstöckigen Hauses auf. Die anwesenden Frauen konnten den monotonen Pfeifton räumlich nicht zuordnen. Ich suchte die Lärmquelle, fand sie, konnte das Gerät nicht abstellen, da es an der obersten Decke des Vorhauses verschraubt war. Brechen, Kabel abreißen. Wenn also jemand auf Urlaub fährt, tut er gut daran, das Ding außer Betrieb zu setzen. Wird die Batterie schwach wie im gegenständlichen Fall, gibt es nämlich Fehlalarm. Dann bricht womöglich die Feuerwehr ein...
  • RM sollten nicht nur im Schlafzimmer verpflichtend sein...
    von eiger am 22.02.2013 um 13:23
    ...sondern überall wo Leute schlafen, ganz wichtig auch die Kinderzimmer. Interessant wäre auch die Verwendung in Stiegenhäusern - wie vielen wurde hier schon der Weg abgeschnitten? Und vor allem: keinen China-Ramsch verwenden. Günstige Rauchmelder (Markenqualität) gibt es in den Baumärkten bereits ab 5,-€ (Deutsche Produkte). Was sind schon 5,- gegen ein Menschenleben. Natürlich kann man sich auch Premiummodelle besorgen, um die 120,-, dafür ist man direkt mit der Feuerwehr verbunden. Sich niemals auf seine Haustiere, oder gar Nachbarn, verlassen - ein Mythos der schon für viele Menschen (und Tiere) tödlich endete.
  • Brandursache
    von wodit am 22.02.2013 um 12:01
    Hallo, "Jedes Jahr sterben 20 bis 30 Menschen in­folge von Bränden in privaten Haushalten". Mich würde die jeweilige Brandursache interessieren. Möglicherweise relativiert sich dann die Notwendigkeit eines Rauchmelders (z.B. für Nichtraucher oder Personen die keine Kerzen am Christbaum abbrennen -). Beste Grüße, Wolfgang
Bild: VKI