Smart Meter: Stromzähler neu

Datensammler im Zählerkasten

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KONSUMENT 8/2013 veröffentlicht: 25.07.2013

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Smart Meter sind umstritten. Die intelligenten Stromzähler können mehr verraten, als den Konsumenten recht ist.

Smart Meter: In wenigen Jahren sollen nur mehr

Während in Wien und mehreren Bundesländern die ersten Testläufe in wenigen Tausend Haushalten starten und der Großteil der Stromkunden mit dem Thema noch wenig anfangen kann, ist es für rund 100.000 Kunden der Linz AG schon selbstverständlich, in ihrem Zählerkasten keinen schwarzen Stromzähler mehr hängen zu haben, sondern das weiße, digitale Smart Meter.

Ungefähr noch einmal so viele sind es beim zweiten oberösterreichischen Versorger, der Energie AG.

Standardmäßiger Gerätetausch betrifft ...

Die mit mechanischer Drehscheibe aus­gestatteten Ferraris-Zähler, benannt nach einem italienischen Physiker des 19. Jahrhunderts, sollen österreichweit im Zuge des standardmäßigen Gerätetausches durch "intelligente Messgeräte" – so die deutsche Bezeichnung – ersetzt werden.

... 95 Prozent aller Stromzähler

Die ober­österreichischen Versorger nehmen vorweg, was nach dem Smart-Metering-Zeitplan der Regulierungsbehörde E-Control bei uns schrittweise bis zum Jahr 2019 umgesetzt werden muss: der Austausch von 95 Prozent der heimischen Stromzähler oder mehr als 5 Millionen Stück.

4 Milliarden Euro Aufwand

Zählerkasten mit Smart Meter: In wenigen Jahren sollen nur mehr

Österreich erweist sich auf freiwilliger Basis als Musterschüler, denn laut EU-Vor­gaben müssen bis 2020 lediglich 80 Prozent der Haushalte auf Smart Meter umgerüstet sein. Der finanzielle Aufwand wird allein für Österreich auf bis zu 4 Milliarden Euro geschätzt.

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Kommentare

  • Versicherungsschutz
    von REDAKTION am 30.08.2013 um 14:41
    Das ist leider nicht so eindeutig zu beantworten und immer auch im Einzelfall zu prüfen. Entscheidend ist hier unseres Erachtens, ob Ihre Waschmaschine mit einer Aqua-Stop-Einrichtung ausgestattet ist, die bei einem Defekt die weitere Wasserzufuhr verhindert. Dann würde Ihr Verhalten keinesfalls als grob fahrlässig einzustufen sein und der Versicherer müsste leisten. Hat die Maschine hingegen keine Schutzvorrichtung, könnte die Versicherung es auch als grob fahrlässig ansehen, wenn Sie schlafen, während die Maschine läuft. Leider wird grobe Fahrlässigkeit bei Sachversicherungen von der Rechtsprechung teilweise sehr streng ausgelegt. Ihr Konsument-Team
  • Versicherungsschutz
    von Klinkerer am 30.08.2013 um 07:19
    Wie sieht es eigentlich Versicherungstechnisch aus? Wenn ich meine Waschmaschine aus Spargründen in der Nacht laufen lasse und der Wasserschlauch platzt. Zahlt dann die Versicherung, oder lehnt sie das ab, so wie sie es jetzt macht, wenn man außer Haus geht und die Waschmaschine "unbeausichtigt" läuft?
  • Versicherungsschutz
    von Klinkerer am 30.08.2013 um 07:19
    Wie sieht es eigentlich Versicherungstechnisch aus? Wenn ich meine Waschmaschine aus Spargründen in der Nacht laufen lasse und der Wasserschlauch platzt. Zahlt dann die Versicherung, oder lehnt sie das ab, so wie sie es jetzt macht, wenn man außer Haus geht und die Waschmaschine "unbeausichtigt" läuft?
  • Es lohnt sich auch ein Blick in diese Forschungsarbeit ...
    von Herbert Saurugg am 28.08.2013 um 22:36
    http://www.cybersecurityaustria.at/images/pdf/smart_metering_und_moegliche_auswirkungen_auf_die_nationale_sicherheit.pdf
  • Smart Meter - Verweigerung
    von sidestep am 30.07.2013 um 14:11
    Nach einem Bericht in einer österr. Tageszeitung vor ca. 2 Monaten, in dem auch über die von Ihnen angesprochene Änderung durch das Parlament (Möglichkeit der Verweigerung des Austausches auf Smart Meters) berichtet wurde, rief ich diesbezüglich bei der e-control an: Es gibt lt. deren Auskunft nur die Möglichkeit, den Zählertausch zu verweigern, wenn bereits 95% Abdeckung im jeweiligen Wohngebiet erreicht ist erhält man also fürher die Benachrichtigung über den Zähleraustausch, hat man keine Wahl und muß zustimmen. Angeblich sind die Zähler nicht mit dem Internet verbunden (was aber keinen Sinn machen würde, wieso kann man dann den Verbrauch auch im Internet ablesen?) und vollkommen vor Hackerangriffen geschützt, was ich nicht glaube - (meine Befürchtung ist, daß sich Hacker ins Netz einbringen und so bei div. Smart Meters den Verbrauch beeinflussen/erhöhen können - der Kunde gerät dann in Erklärungsnotstand und muß zahlen). Alles in allem eine äußerst fragwürdige Angelegenheit, die nur dem Datensammeln und der Totalüberwachung dient - selbst Orwell wäre enstsetzt!
Bild: VKI