Staubsauger: AEG Ultracaptic Origin

Gerät mit Box und Staubpresse

Seite 1 von 1

KONSUMENT 9/2014 veröffentlicht: 17.06.2014, aktualisiert: 28.08.2014

Inhalt

Der beuttellose Staubsauger Ultracaptic von AEG reinigt insgesamt gut, auf Teppichböden ist seine Leistung durchschnittlich. Zum Entleeren der Box setzt AEG auf die Compact & Go-Funktion. Ob das staubfrei möglich ist, zeigt ein Schnelltest.

„Kraftvolle Reinigung, hygienischere und einfachere Entleerung“: Mit diesen Worten wirbt AEG für seinen beutellosen Staubsauger Ultracaptic. Ein Schnelltest der Stiftung Warentest zeigt, mit welchen Reinigungsergebnissen das AEG-Gerät aufwartet und was sich Hausfrauen und –männer von der Boxentleerung mit der „Compact & Go-Funktion“ erwarten dürfen.

Mit Kraft auf Hartböden

Der 1400 Watt starke AEG-Sauger kostet rund 330 Euro und kommt in modernem Design mit durchsichtiger Staubbox und in silberblaumetallic gehalten daher. Auf Hartboden räumt der Sauger ordentlich auf. Auch mit Ritzen kommt er gut zurecht.

Mühsam auf dem Teppich

Problemlos saugt der Ultracaptic zwar Fasern und Flusen von Teppichböden sowie Polstern. Er nimmt einen Großteil des Staubes vom Teppich auf. Trotzdem reicht es hier nicht für ein Gut. Für große Teppichflächen eignet sich der Ultracaptic nicht. Grund: Es wird anstrengend, wenn sich die Düse des Gerätes auf Teppichöden festsaugt. Dann ist das Manövrieren nicht so einfach. Das getestete Gerät hat keine elektronische Saugkraftregulierung. Abhilfe kann das Öffnen eines Schiebereglers schaffen. Nebenluft strömt dann ins Saugrohr und mildert den Ansaugeffekt ab. Allerdings mit mäßigem Erfolg.

„Compact & Go Funktion“ zum Verdichten von Staub

Normalerweise teilen Geräte mit Staubbox eine Schwäche: Das Leeren des Behälters ist unhygienisch, weil es nicht staubfrei

AEG Ultracaptic: Gerät mit Box und Staubpresse; Bild: Stiftung Warentest 

funktioniert. AEG bietet dazu eine Lösung an: Compact & Go. Dazu wird ein sogenannter Verdichterhebel mit der Hand angehoben. Dadurch schiebt sich eine Platte im Staubbehälter nach unten und presst den aufgesaugten Staub zusammen. Dabei kann auch Staub aufgewirbelt werden. Der Hebel geht zurück in seine Ausgangsposition. Das geschieht so oft, bis der Behälter voll ist. Vorteil: Der auf diese Weise verdichtete Staub, lässt sich einfach, ohne Rütteln ausschütten. Der Staub fällt schnell heraus. Der Behälter wirkt sauber. Nachteil: Beim Zusammenpressen mittels Hebel und auch beim Leeren der Box wird Staub aufgewirbelt. Außerdem ist es notwendig – wenn auch in größeren Abständen – Motorschutz- und Abluftfilter zu entnehmen und auszuwaschen, einen Kegelfilter per Hand zu säubern.

Recht laut auf Teppichboden

Der Ultracaptic überzeugt im Schnelltest mit sehr gutem Staubrückhaltevermögen. Bei der Umweltverträglichkeit schneidet er jedoch nur mittelmäßig ab. Denn der Ultracaptic schwächelt beim Schallleistungspegel. Er erreicht im Test einen Schallleistungspegel von 78,3 dB(A). Sehr leise Geräte schaffen hier rund 68 dB(A).

Fazit: Insgesamt reinigt der beutellose Ultracaptic von AEG gut. Auf Teppichboden schneidet er durchschnittlich ab. Die meisten bisher geprüften Modelle mit Staubbox schneiden beim Saugen schlechter ab. Auf Teppichboden ist der AEG-Sauger nur mit größerem Kraftaufwand manövrierbar. Das Leeren des Staubbehälters gestaltet sich mittels der Compact & Go Funktion zwar einfacher, aber nicht staubfrei. Das Säubern und Waschen der Filter bleibt weiterhin umständlich und unhygienisch. Mit rund 330 Euro ist er wahrlich kein Schnäppchen. In unserem Staubsauger-Test 3/2014 finden Interessierte mit dem Philips FC 8769 Power Pro Eco ein gutes Modell mit Staubbox um 230 Euro.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
8 Stimmen
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo