Waschmaschinen

Sparen in der Oberklasse

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Konsument 10/1999 veröffentlicht: 01.10.1999

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  • Acht Hochpreis-Modelle im Vergleich
  • Auch teure haben Ausstattungsmängel
  • Hohe Waschkraft und geringe Lärmbelästigung

Sie wollen eine Waschmaschine, die alle Stückeln spielt? Mit hoher Schleuderdrehzahl, sodass die Wäsche schon halb trocken aus der Maschine kommt; mit einem Wollsiegelprogramm, das so sanft ist, dass es auch die als Handwäsche gekennzeichneten Pullover oder Hemden unbeschadet überstehen; mit jeder Menge Zusatzfunktionen wie Kindersicherung, Wassersicherheitssystem, Mengenautomatik oder der Angabe der Waschzeit.

Sie wollen keine Kompromisse eingehen und sind bereit, einen entsprechenden Preis – weit über 10.000 Schilling – dafür zu bezahlen? Dann dürfen Sie zu Recht erstklassige Waschleistung bei geringem Verbrauch und hohem Bedienungskomfort erwarten. Nach der Billigklasse haben wir diesmal das hochpreisige Segment (bis 20.000 Schilling) einem Vergleichstest unterzogen und können bestätigen: Man kriegt was für sein Geld. Von den acht Modellen (wobei Bosch baugleich mit Siemens ist und nicht extra ausgewiesen wird) hat nur eines etwas enttäuscht.

Etwas enttäuscht

Leider handelt es sich dabei ausgerechnet um das Topmodell des österreichischen Waschmaschinenherstellers Eudora. In vielen heimischen Haushalten gilt diese Marke als Beweis für die Überlegenheit österreichischer Ingenieurkunst. Man kann Eudora durchaus als Pionier in Sachen Wirtschaftlichkeit bezeichnen. Die Maschinen waren auf kurze Waschzeiten bei niedrigen Verbrauchswerten optimiert; und das bereits vor 20 Jahren, als die Großen der Branche noch unisono meinten, „Das geht nicht!“ Gestiegenes Umweltbewusstsein hat die Branche allerdings zum Umdenken gezwungen, nicht mehr nur die Waschkraft zählte, sondern auch der Verbrauch.

Und man sieht: Es geht. Man braucht heute gar keine speziellen „Öko“-Waschmaschinen mehr, um etwa im 60-Grad-Programm mit einer Viertel-Kilowattstunde Strom und zehn Liter Wasser pro Kilo Wäsche auszukommen. Die Verbrauchswerte sind durchwegs gering.

Was auffällt, ist die relativ kurze Programmdauer, die die Eudora Supernova 1300 VES bei 60 Grad in Anspruch nimmt: 90 Minuten – während die Konkurrenz an die zwei Stunden benötigt, die Quelle Matura gar zweieinhalb. Aber vielleicht ist die kurze Waschzeit dafür mitverantwortlich, dass Eudora in der Waschwirkung schlechter abgeschnitten hat.

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