Ferrero Milch-Schnitte

Fetter Schwindel

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veröffentlicht: 25.11.2011

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   Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Ferreros Milch-Schnitte, die auf leicht macht, in Wahrheit aber schwer im Magen liegt.

Das steht drauf: Milch-Schnitte

Gekauft bei: in vielen Geschäften erhältlich

Das ist das Problem

Kinder lieben sie seit Generationen: die Milch-Schnitte. Eltern kaufen sie, weil die Verpackung Gutes verspricht – "frische Milch und Honig". Außerdem wird sie von einem Institut für Sporternährung in Bad Nauheim "für die Zwischenmahlzeit empfohlen" und ist vom "milchwirtschaftlichen Prüfinstitut muva" qualitätskontrolliert. Unglaublich, wie viel Eigenlob auf einer Verpackung Platz hat. Und was steckt in der kleinen, überwiegend weiß-blauen Hülle? Zwei schwammige dunkelbraune Kuchenstücke, die mit jeder Menge weißer fettiger Creme zusammengeklebt werden.

Fett und Zucker: "angenehm leicht"?

Genaugenommen besteht das Produkt zu je einem Drittel Fett und Zucker. Was daran "angenehm leicht" sein soll, wie auf der Rückseite der Verpackung vollmundig behauptet, weiß nur die Marketingabteilung von Ferrero in Italien. Ebenso rätselhaft ist uns, wie die Werbetexter auf die Idee kommen, dass ausgerechnet dieser fettige und süße Snack den Organismus nicht belastet.

Fetter Happen macht nicht satt

Fest steht, dass durch den hohen Zucker- und Fettgehalt das Verhältnis der Hauptnährstoffe alles andere als ausgewogen ist. Das optimale Verhältnis von Eiweiß:Fett:Kohlenhydrate sollte 2:3:5 betragen. Bei der Milch-Schnitte liegt es jedoch bei 1:7:4. Damit ist zumindest für die Kleineren das Thema Zwischenmahlzeit fast schon erledigt. Und dass dieser fette Happen, der mit drei Bissen locker verputzt ist, irgendjemanden satt macht, glauben vermutlich nicht einmal die Vermarktungsgenies aus bella Italia.

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