Geflügelhof Reicher: steirisch oder aus Kärnten?

Da lachen ja die Hühner

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veröffentlicht: 10.10.2011

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   Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Ein Huhn, das als oststeirisches Qualitätsprodukt vermarktet wird, obwohl es aus Kärnten kommt..

Das steht drauf: Hendl - Unterkeulen

Gekauft bei: Merkur

Das ist drin

Eine weiße Styroportasse mit frischen Hühnerkeulen drin. Darauf ein Etikett mit einem frech-fröhlichen Huhn, das keck seinen Herkunftsnachweis präsentiert: Geboren und aufgewachsen in Kärnten, und zwar bei Bauer Loibnegger Karl in St. Andrä; ebendort geschlachtet. Interessant. Und wieso handelt es sich bei diesen Hendl-Unterkeulen dann um ein "oststeirisches Qualitätsprodukt", wie ebenfalls auf der Verpackung groß und deutlich vermerkt ist? Das fragte sich auch eine Konsumentin, die genau wegen der angeblichen steirischen Herkunft zu diesem Produkt gegriffen hatte und nun entsprechend verärgert war.

Frage der Wertschöpfung

Wie geht das, dass ein Kärntner Huhn auf einmal zu einem steirischen Hendl mutiert? Ganz einfach: Das Huhn gackert zwar sein ganzes Leben in einem Kärntner Mastbetrieb und lässt auch dort sein Leben. Zerlegt wird der Schlachtkörper aber in Kapfenstein in der Steiermark – und fertig ist das oststeirische Qualitätsprodukt!

Rechtlich vollkommen in Ordnung

Was Kunden – leicht nachvollziehbar – als Irreführung vorkommt, ist rechtlich vollkommen in Ordnung. Alles eine Frage der Wertschöpfung. Wer tatsächlich ein original steirisches Hendl will und nicht ein per Zerlegebetrieb eingebürgertes, muss daher jedes Etikett von A bis Z sorgfältig studieren. 

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Bild: VKI