Hipp Bio-Getreidebrei Feine Hirse

Mit Reis

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veröffentlicht: 25.07.2012

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   Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Ein Getreidebrei mit der Bezeichnung Feine Hirse, der nicht nur Hirse, sondern auch ganz schön viel Reis enthält.

Das steht drauf: Hipp Bio-Getreidebrei Feine Hirse

Gekauft bei: in vielen Geschäften erhältlich

Das ist das Problem

"Wozu klar und deutlich, wenn es auch missverständlich geht“, dachte eine Kundin verärgert, als sie für ihr Kind Brei einkaufte. "Bio-Getreidebrei Feine Hirse“ stand auf der Packung des Babykostherstellers Hipp. Zuerst war für sie klar: Sie hielt eine Packung Hirse-Brei in der Hand. Doch als sie dann die Auflistung unter dem Hinweis „Die besonderen Hipp-Zutaten“ auf der Seitenfläche der Packung las, erfuhr sie, dass sich der Hirse-Brei aus 65 % Hirsevollkornmehl, Reisgrieß und Vitamin B1 zusammensetzte. „Warum wird ein Produkt als Getreide-Brei Feine Hirse bezeichnet, wenn es immerhin zu rund einem Drittel auch aus Reis besteht?“, fragte sie sich und uns.

Hipp: "Produktname könne frei gewählt werden"

Wir wiederum fragten bei Hipp nach: Der Produktname könne frei gewählt werden und müsse nicht alle Zutaten nennen. "Feine Hirse“ sei deshalb gewählt worden, da Hirse die Zutat sei, die den größten Anteil an der Rezeptur hat und Geschmack und Aussehen des Produktes am stärksten beeinflusse. Für die genaue Information über alle Zutaten diene die Zutatenliste …. Zusätzlich werden auf der Packungsseite neben Hirse auch Reisrispen abgebildet, hieß es bei Hipp. Aha. Die Zutaten sind also kleingedruckt aufgelistet, Hirse und Reis groß abgebildet. Warum man aber statt Getreidebrei Feine Hirse nicht gleich Hirsebrei mit Reis auf die Packungsvorderseite schreibt, können wir trotzdem nicht nachvollziehen. Klarer und somit wesentlich konsumentenfreundlicher wäre eine solche Produktbezeichnung doch allemal.

Umfassende Lektüre beim Einkauf

Es führt kein Weg daran vorbei: Wer wissen will, woraus ein Nahrungsmittel besteht, muss die Packungsaufschriften komplett lesen. Das gilt auch für Babynahrung. Kunden haben ja im Geschäft genügend Zeit für umfassende Lektüre, vor allem, wenn sie mit ihren Kindern einkaufen gehen. Oder doch nicht?

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