Holunder Blüte Sirup

So ein Holler

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Konsument 3/2011 veröffentlicht: 02.02.2011

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   Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Ein Holunderblütensirup mit argen Deklarationsproblemen.

Das steht drauf: Hellerschmid Holunder Blüte Sirup

Gekauft bei: Spar Gourmet

Das ist drin

Eine edle Flasche mit einem eleganten Etikett. Dazu noch die Verheißung, dass es sich beim Inhalt um „Das Herz der Wachau“ und einen Holunderblütensirup handelt. Ein reines Naturprodukt also und dazu noch aus einer der schönsten Gegenden Österreichs. Stutzig machte uns dann allerdings die Zutatenliste. Dort stand nämlich nichts mehr von Holunderblüten, sondern nur noch „Zucker, Wasser, Aroma, Zitronensaft, karamellisierter Zucker“. Wir fragten beim Hersteller des Produkts, der Wachauer Privatdestillerie Hellerschmid (Schnäpse, Edelbrände, Liköre, Fruchtsirupe) in Krems nach. Dort gab man sich zerknirscht: „Offensichtlich ist uns hier ein Fehler in der Deklaration unterlaufen.“ „Holunderblütenauszug“ und „Aroma“ sollte es korrekt heißen, wurde uns mitgeteilt. Und man werde sich bei der nächsten Füllung um Richtigstellung bemühen. Auch gut. Aber um wie viel Prozent Holunder­blütenauszug handelt es sich und welche Zutaten stammen eigentlich aus der Wachau?

Über die Antwort auf diese schlichte Frage staunen wir noch immer: „Leider kann ich Ihnen nicht genau sagen, wie viel Auszug enthalten ist. Rechnerisch sollten es etwa 10 % sein. Ich muss das erst bei der nächsten Produktion nach­kontrollieren.“ Und was das Herz der Wachau anlangt: Dabei handelt es sich um eine Marke mit Produkten, „die wir in Krems an der Donau selbst aus einheimischen Zutaten herstellen“. Hoffentlich finden sich im kommenden Frühling ein paar Holunderblüten und nicht nur Aroma in Krems und Umgebung.

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Bild: VKI