Imperial Torte

Unprofessionell

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veröffentlicht: 05.03.2012

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   Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Eine Torte, die mit natürlichen Zutaten prahlt, obwohl synthetische Farbstoffe drin stecken. Und die es auch sonst mit den Vorschriften nicht ganz so genau nimmt.

Das steht drauf: Imperial Torte

Gekauft bei: Hotel Imperial, Wien

Das ist drin

Nicht nur das berühmte Hotel Sacher hat eine. Auch das mindestens so berühmte Hotel Imperial, ebenfalls an der prächtigen Wiener Ringstraße gelegen, trumpft groß damit auf: mit einer nach dem Hotel benannten Torte, der Imperial Torte. Erfunden wurde sie angeblich von einem Küchenjungen und zwar zu Zeiten des seligen Kaiser Franz Joseph I., den das sicher sehr gefreut hat. Das Rezept ist selbstverständlich streng geheim. Dafür informiert ein aufwendig gestaltetes Booklet den Käufer vollmundig über die Vorzüge des Produkts. Zum Beispiel darüber, dass, „dass ausschließlich natürliche Zutaten“ der Imperial Torte „ihr besonderes Aroma geben“. Ein Produkt also ganz ohne Zusatzstoffe. Trotzdem hält sie sich im Kühlschrank acht Wochen, was uns doch ziemlich überraschte.

Noch erstaunter waren wir, als wir in der Zutatenliste unter anderem E 102 und E 110 fanden. Unter diesen Zulassungsnummern verstecken sich die synthetischen Farbstoffe Tartrazin und Gelborange. Beides sogenannte Azofarbstoffe, die bei empfindlichen Menschen zu allergischen Symptomen führen und bei Kindern Hyperaktivität und Konzentrationsschwierigkeiten hervorrufen können. Seit 20. Juli 2010 müssen daher Lebensmittel, die Azofarbstoffe enthalten, mit einem eigenen Warnhinweis versehen werden: „kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“. Dieser Hinweis war aber nirgendwo zu entdecken.

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