Kastner: Original Mühlviertler Lebkuchen Kirsche

Leere Versprechungen

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veröffentlicht: 25.11.2011

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   Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Ein Lebkuchen Kirsche mit fast 20 verschiedenen Zutaten, bei denen ausgerechnet die Kirschen nur unter ferner liefen aufscheinen.

Das steht drauf: Kastner Original Mühlviertler Lebkuchen Kirsche

Gekauft bei: in vielen Geschäften erhältlich

Das ist das Problem

Seit Wochen ist er in den Geschäften und zwar massenweise: der Lebkuchen. Ein bedeutender Lieferant dafür ist die Firma Kastner aus Bad Leonfelden im oberösterreichischen Mühlviertel – und lt. Eigendefinition eine der ältesten Lebzeltereien des Landes. Beim vorweihnachtlichen Einkauf stach einer KONSUMENT-Leserin aus dem umfangreichen Angebot Kastners Lebkuchen Kirsche ins Auge. Was Feines zum Knabbern aus dem schönen Granit- und Gneisland ober der Donau. Und original mühlviertlerisch noch dazu, wie groß auf dem Etikett zu lesen war.

4 % Kirsche

Beim Verkosten des Lebkuchens machte sich bei der Kundin jedoch Ernüchterung breit: von Kirsche keine Spur. Sooft sie auch hineinbiss, der Lebkuchen schmeckte nach viel, nur nicht nach Kirsche. Nach einem Blick auf die Zutatenliste wusste sie, warum: Das gute Stück enthielt gerade einmal 4 % Kirsche. Reichlich wenig angesichts der großen Versprechungen am Etikett. Dafür aber fast 20 andere Zutaten, wovon man die allermeisten sicher nicht in einem urigen, weil originalen Lebkuchen aus dem Mühlviertel vermuten würde. Verärgert wandte sich die Kundin an uns.

Auf Kirsche kam niemand

Wir nahmen uns den Lebkuchen Kirsche im Schnelldurchgang vor. Insgesamt 11 Personen kosteten – und schmeckten bzw. rochen alles mögliche, z.B. Marzipan oder Nuss oder sogar Tannenzapfen. Auf Kirsche kam genau niemand!

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Wertung: 3 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Kastner
    von danchris am 27.12.2011 um 13:09
    Die Qualität der Firma Kastner, zumindest bei den Produkten, welche man im Supermarkt kaufen kann, hat meiner Meinung nach generell drastisch nachgelassen. Offenbar versucht die Firma im Billigsegment mit den deutschen Produkten mitzuhalten, was jedoch der Marke an sich nicht gut bekommt. Schade.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo