Milka Lila Collection

Fremdsprachenkenntnisse gefragt

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veröffentlicht: 28.01.2013

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  Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Eine in Tirol verkaufte Bonbonniere, deren Pralinen ausschließlich auf Bulgarisch und Rumänisch beschrieben sind.

Das steht drauf: Milka Lila Collection

Gekauft bei: MPreis

Das ist das Problem

Eine Kundin suchte im Süßigkeitenregal eines Tiroler MPreis-Marktes ein Gastgeschenk und fand eine Packung Milka Lila Collection. Doch als Sie nachlesen wollte, welche Pralinen die Bonbonniere enthält und womit sie gefüllt sind, scheiterte sie. Auf der Packung stand weder eine deutsche Produktbeschreibung noch eine Nährwerttabelle. Nur auf einem kleinen Aufkleber waren die Zutatenliste, Allergen- und Lagerhinweise auf Deutsch angeführt. Immerhin etwas, aber insgesamt eindeutig zu wenig, fand die Kundin.

Fremdsprachenkennnisse nötig

Sie wollte wissen, womit die Pralinen gefüllt sind. Aber um das zu erfahren, hätte sie Rumänisch oder Bulgarisch verstehen müssen, denn in diesen beiden Sprachen waren die Pralinen auf der Verpackung beschrieben. Die Konsumentin wandte sich an uns.

Rein rechtlich in Ordnung

Wir fragten nach, warum die produktspezifischen Angaben auf dieser Packung großteils nicht auf Deutsch aufgedruckt sind. Das Produkt werde in den Niederlanden, Bulgarien und Rumänien vertrieben, daher bestehe keine Kennzeichnungspflicht in deutscher Sprache, ließ uns Kraft Foods, zu dessen Marken auch Milka zählt, wissen.

Von MPreis gab es eine etwas genauere Auskunft. Die Produktdeklaration in der jeweiligen Landessprache, in diesem Fall also Deutsch, müsse lediglich auf einem auf der Verpackung aufgeklebten Sticker aufscheinen, teilte man uns aus Tirol mit.

Das stimmt tatsächlich. Rein rechtlich ist die Verpackung der Milka Lila Collection ausreichend deklariert. Mit einer konsumentenfreundlichen Produktkennzeichnung hat das trotzdem nichts zu tun.

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Bild: VKI