Natur aktiv Bio-Walnüsse

Walnüsse von Hofer

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veröffentlicht: 06.05.2010

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  Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Bio-Walnüsse von Österreichs Parade-Diskonter, bei denen man Rätselraten darf, wo sie herkommen könnten.

Das steht drauf: Natur aktiv Bio-Walnüsse

Gekauft bei: Hofer

Das ist das Problem

Auch wenn im Hof eines jeden Bauernhauses noch ein riesiger Nussbaum steht: Gerade einmal schlappe 280 Tonnen Walnüsse pro Jahr werden bei uns geerntet. Da hilft nur Export aus dem Ausland, um den heimischen Bedarf zu decken.

Steht der nächste Nuss-Striezel an, der nur üppig gefüllt wirklich gut schmeckt, pilgern viele zu Hofer. 200 Gramm Bio-Walnüsse von Natur aktiv sind dort schon um 2,99 Euro zu haben. „Walnüsse aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft“ ist auf der Rückseite der Verpackung zu lesen. Sehr beruhigend. Und woher kommen die Kerne? „Herkunft: Asien, Europa.“ Geht es bitte noch etwas ungenauer? Eine reichlich vage Angabe, fand auch eine Konsument-Leserin.

Herkunft Usbekistan und Indien

Wir fragten bei Hofer nach. Dort weiß man zwar, woher die Ware kommt, schreibt es aber nicht genauer drauf. Angeblich zu aufwendig, weil die Herkunftsländer wechseln. Die Nüsse, die derzeit im Angebot sind, stammen übrigens aus Usbekistan und Indien, ließ man uns wissen.

Interessant. Bleibt noch die Frage, was die beiden Länder mit Europa zu tun haben. Diese harte Nuss lässt sich auch nach langem Nachdenken nicht knacken. Von Europa nirgendwo eine Spur. Wenn schon eine Herkunftsbezeichnung, dann bitte eine eindeutige, die Sinn macht. Wald- und Wiesenangaben bringen niemanden weiter und haben auch nichts mit Verbraucherinformation zu tun. Bis es so weit ist, hilft nur, beim Hersteller nachfragen, woher genau sein Produkt kommt.

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