Ölz Nusskipferl

Versteckter Alkohol

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veröffentlicht: 06.04.2011

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   Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Ein Nusskipferl der Großbäckerei Ölz, in dem ganz schön viel Rum steckt.

Das steht drauf: Ölz Nusskipferl

Gekauft bei: in vielen Geschäften erhältlich

Das ist drin

„Ich wollte für meine Kinder ausnahmsweise ein Ölz Nusskipferl für die Kindergarten- bzw. Schuljause kaufen,schrieb uns neulich ein Leser. „Da diese recht groß sind, haben wir sie vorab zum Frühstück verkostet.“ Doch schon nach dem ersten Bissen sagt der Sechsjährige: „Papa, da ist Alkohol drin!“ Der Vater kann es nicht glauben, entziffert mühsam die Zutatenliste – weiße Buchstaben auf transparenter Folie – und erkennt: Der Sohn hat Recht.“ „Ich finde es sehr bedenklich, dass in Süßspeisen Alkohol enthalten ist, OHNE dass es auf der Verpackung groß als „Enthält Alkohol“ deklariert ist, beschwerte er sich anschließend bei uns.

Wir finden das auch unmöglich. Selbst in Toastbrot (Hofer) oder Fruchtjoghurt (Nöm), beides Artikel, wo man es nie vermuten würde, steckt, wie wir an dieser Stelle bereits berichten mussten, Alkohol als Konservierungsmittel oder als Geschmacksträger. Wer mit Alkohol nichts am Hut und auch sonst keine Lust hat, bei den simpelsten Produkten mit Hochprozentigem konfrontiert zu werden, muss sich leider nach wie vor durch winzig klein gedruckte Zutatenlisten ackern. Die Hersteller sind offensichtlich nicht bereit, deutlich darauf hinzuweisen, womit sie eigentlich arbeiten. Großbäcker Ölz aus Dornbirn redet sich, wie seine Stellungnahme („Reaktionen“) zeigt, auf traditionelle Rezepturen aus. Soll sein. Was aber spricht dagegen, das auch draufzuschreiben? „Nach traditioneller Art mit Rum“. Dann weiß wenigstens jeder, was in der Packung steckt und es müssen nicht Schulkinder unfreiwillig draufkommen.

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