Pesto Genovese von Piccardo & Savore

Originell statt original

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Konsument 9/2010 veröffentlicht: 14.06.2010

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   Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Ein Pesto Genovese, bei dem einige der wichtigsten Zutaten einfach fehlen bzw. ersetzt wurden.

Das steht drauf: Piccardo & Savore Pesto Genovese

Gekauft bei: Billa

Das ist drin

Sommer, Sonne, Hitze und Lust auf mediterrane Küche, weil sie gut schmeckt und schnell zubereitet ist. Also her mit Nudeln und Pesto. Selbstverständlich kann man die delikate grüne Würzsauce selber machen. Einfacher ist natürlich der Weg in den nächsten Supermarkt, wo in den Regalen inzwischen laufmeterweise Spezialitäten aus Italien zu finden sind. Darunter meist auch mehrere Sorten Pesto. Wir entschieden uns für die klassische Variante, nämlich ein Pesto Genovese – und staunten nicht schlecht, als wir die Zutatenliste studierten.

Das Genueser Originalrezept sieht außer Salz nur fünf Zutaten vor: hochwertiges Olivenöl, frisches Basilikum, Parmesan und/ oder Pecorino, Pinienkerne und Knoblauch. Und, was ist in dem edel anmutenden Glas drin? Eindeutig mehr preiswertes Sonnenblumenöl als Olivenöl; von Pecorino oder Parmesan keine Spur; keine Pinienkerne, sondern schlichte Cashew-Kerne. Ein schönes Beispiel dafür, wie in der Lebensmittelindustrie teure Zutaten durch billigere lässig ersetzt werden.

Aufgefallen ist uns dieses Produkt übrigens schon einmal. In unserem Test Pesto (Konsument 6/2007) schaffte es wegen seiner kläglichen Zusammensetzung gerade noch ein „durchschnittliches“ Gesamturteil. Leider haben weder der Rewe-Konzern (Billa) noch die italienische Erzeugerfirma aus dieser mäßigen Benotung etwas gelernt: Die Zutatenliste ist haargenau gleich geblieben!

Bewertung

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Bild: VKI