Rupp Schmelzkäse-Zubereitung

Fett aufgestrichen

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veröffentlicht: 25.05.2010

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   Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: „S’ beste Eck vom Käs“ der bekannten Marke Rupp kommt bei einem Schmelzkäse im Plastiktiegel nicht aus Vorarlberg, sondern aus Deutschland. Herkunft der Rohstoffe: unbekannt.

Das steht drauf: Rupp Emmentaler Schmelzkäse-Zubereitung

Gekauft bei: Adeg

Das ist drin

30.000 Tonnen Käse pro Jahr, 105 Millionen Euro Umsatz und ein Exportanteil von 75 Prozent: Die Kennzahlen der Privatkäserei Rupp aus Hörbranz in Vorarlberg sind beeindruckend. „S’ beste Eck vom Käs“, meist in der dreieckigen Form eines Schmelzkäses, gehört zu Österreich wie der rassige Rässkäs zum Ländle. Ein Blick auf die Verpackung der Emmentaler Schmelzkäse-Zubereitung bestätigt diese Einschätzung: Zwei rot-weiß-rote Flaggen und dazwischen der Traditionsname Rupp. Woher soll dieser Käse also stammen, wenn nicht aus Österreich? Der Blick aufs ovale Identitätszeichen beendet alle patriotischen Spekulationen: Die streichfähige Masse im Plastiktiegel kommt nämlich aus Deutschland, genauer aus Bayern (DE – BY). Wie das? „Wir haben bei Rupp nicht die Maschinen und das Volumen, um diese „Emmentaler-Schale“ wirtschaftlich zu produzieren“, teilte uns Rupp auf Anfrage lakonisch mit.

Zur Rezeptur des Produkts – nach der wir gar nicht gefragt hatten – könne man uns nichts verraten, nur soviel: „Die verwendeten Käsessorten stammen alle aus der Alpenregion“. Wo diese genau sein soll, wollte die Privatkäserei nicht sagen. Österreich befindet sich offensichtlich nicht darunter, sonst gäbe es hier genauere Angaben. Für Schmelzkästiger heißt das: Auch ein Vorarlberger Traditionsunternehmen ist keine Garantie für heimische Ware. Und die rot-weiß-rote Fahne? Ist nur ein hübscher Hintergrund für einen Schriftzug.

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