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Sparen, Zahlungsverkehr, Posttarife, Rechnungen, Versicherung - Ihre Meinung ist uns wichtig

Auflösegebühr für Kapitalsparbuch

Ich musste vor kurzem feststellen, dass sich die Hypo Vorarlberg bei der Auflösung eines Kapitalsparbuches (das ja naturgemäß ein Ablaufdatum hat) mit Spesen schamlos an den mickrigen und schon längst unter der Inflationsrate liegenden Zinserträgen bedient.

Bei der Eröffnung vor mehreren Jahren wurde noch bestätigt, dass keine Kontoschließungsgebühr vorgesehen ist. Im Kleingedruckten befindet sich jedoch folgender Text: „Bei Abhebung der gesamten Spareinlage samt Zinsen ist die Landesbank berechtigt, eine Schließungsgebühr gemäß Aushang zu verrechnen.“ Das bedeutet, man müsste sich laufend erkundigen, ob derartige Gebühren eingeführt werden, um rechtzeitig Einspruch erheben zu können.

Besonders extrem ist der Einfluss dieser Spesen bei kurzen Laufzeiten – z.B. 1.000 €, 1 Jahr, 2 % Zinsen, Abschluss-Spesen 4,30 €. Vom Nettoertrag fallen fast 30 % durch diese Falle weg, sodass der äquivalente Zinssatz ohne Spesen nur mehr 1,43 % beträgt.

User: GFX
Forum „Geld und Versicherungen“

Zahlungsverkehr

Bankomatkarte weg

Bei einem Bankomaten führe ich meine Karte ein. Während der Eingabe des Codes verschwindet das Bild am Display, es erscheint die Meldung „going to sleep“. Bildschirm finster, der Automat gibt Geräusche von sich. Das mehrmalige Drücken der Taste „Abbruch“ bringt die Karte nicht wieder.

Was tun? Es ist Mittag, die Bank bis 14 Uhr geschlossen. Ich befürchte, dass der Bankomat irgendwann die Karte auswirft. Ich warte. Inzwischen rufe ich die Notrufnummer der Bankomatsperre an. Die Dame am Apparat weiß auch nicht, was zu tun ist. Nach einer Viertelstunde macht der Bankomat einen Reset und bietet wieder seine Dienste an. Die Karte kommt nicht wieder. Diese bekomme ich später in der Filiale zurück.

Allerdings kann mir niemand sagen, ob der Bankomat die Karte sicher behält oder nicht.

Kurt Liebscher
Linz

Posttarife

Enorm verteuert

Ab 1. Mai 2011 erhöht die Post AG die Gebühren für Briefsendungen. Laut Werbung sind die Produkte vereinfacht, an die Bedürfnisse der Kunden angepasst und zu einem günstigen Preis. Das entspricht nicht der Wahrheit, denn einzelne Produkte sind jetzt sogar um über 100 % teurer als vorher! Auch das Service gehört verbessert, denn ich habe heuer an mich verschickte Briefe bereits mehrmals gar nicht oder zu spät bekommen. Und dafür muss man jetzt auch noch mehr bezahlen.

Irene Kiric
E-Mail

Irrwitzig

Die österreichische Post hat mit 1. Mai 2011 ihre Versandkosten nach den USA erhöht: Preis für eine rechteckige Kartonrolle (350 g), Priority, vor dem 1. Mai 2011 6,85 €, ab 1. Mai 2011 24,20 €. Als Privatperson ist man für Sendungen nach Übersee leider auf die österreichische Post angewiesen. Vermutlich deshalb diese irrwitzige Preiserhöhung.

Stefanie Pucher-Endler
E-Mail

Format geändert

Bisher konnte man Bücher, Videospiele oder kleine Pakete bis 2 kg auch als Brief versenden, was günstiger kam als der Paketversand. Das geht jetzt nicht mehr. Die maximalen Maße für Briefe sind jetzt: 353 x 250 x 24 mm. Pakete, die man vorher als Brief befördern konnte, kosten jetzt pauschal 13,60 €. Dadurch ergeben sich Preissteigerungen bis zu 268 Prozent!

Robert Senkowsky
Innsbruck

Auch Nachsendeaufträge

Im Jahr 2007 kostete ein Nachsendeauftrag (Inland) der Post 7,50 €, 2010 11,90 €. Jetzt, 2011, bezahle ich dafür 22,68 €. Diese Preissteigerung finde ich wirklich unverschämt.

Rudolf Nowotny
Wien

Rechnungen

Gebühr für Papierrechnung

Im Jahre 2008 habe ich einen Internettarif mit hohem Preis, aber ohne Grundgebühr und Bindung gewäht, da ich mich damals viel im Ausland aufhielt. Nun habe ich schon seit etwa einem Jahr diesen Internetzugang über T- Mobile nicht mehr verwendet und auch keine Rechnung bekommen.

Plötzlich letzten Oktober begann mir T-Mobile Rechnungen über 0,00 € für Datenbezug und 1,19 € „Umweltbeitrag“ für die Papierrechnung zuzuschicken. Es geht zwar hier nur um minimale Geldbeträge, ist aber schon sehr nervtötend.

Dr. Günther Harrer
Wien

Dazu haben wir im Auftrag des Konsumentenschutzministeriums gegen T-Mobile Verbandsklage eingebracht. Ein Urteil des Handelsgerichts Wien gab uns recht, die Entscheidung ist allerdings nicht rechtskräftig. Bis dazu eine höchstgerichtliche Entscheidung vorliegt, empfehlen wir, dem Unternehmen gegenüber schriftlich (eingeschrieben) zu erklären, dass man diese Entgelte nur vorbehaltlich der rechtlichen Klärung und Rückforderung bezahlt.

Wenn ein Urteil in unserem Sinn ergeht, kann man die bezahlten Entgelte zurückverlangen. Informationen über den Stand des Verfahrens gibt es auf www.verbraucherrecht.at.

Die Redaktion

Versicherung

Gekündigt

Ich habe Mitte April von meiner Unfall-Versicherung eine Kündigung erhalten (kurzes Schreiben ohne Nennung von Gründen), da ich in fast fünf Jahren vier Schadensfälle hatte und dem Versicherer 500 € gekostet habe. Meine Prämienzahlungen: rund 1.300 €; Ausgaben des Versicherers für mich: rund 1.800 €. Gegen diese Kündigung bin ich machtlos. Vor allem ärgert es mich maßlos!

Mag. Mag.(FH) Bernhard Koller
Wien

Leider ist es rechtlich zulässig, dass eine Unfallversicherung im Schadensfall gekündigt wird. Dieses Kündigungsrecht haben sowohl Versicherer als auch Versicherungsnehmer.

Die Redaktion

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