Fotografieren: Makrofotografie

Magie des Kleinen und Allerkleinsten

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veröffentlicht: 23.04.2015

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Große, kleine Welt: Die Makrofotografie öffnet den Blick für die Schönheit des Verborgenen.

Der Maler braucht nicht ans Meer zu fahren, um eine Strandszene im Bild festzuhalten. Dazu kann er im Atelier bleiben. Er schöpft aus dem Fundus seiner inneren Welt, aus seinen Erinnerungen und Erfahrungen. Anders der Fotograf. Dessen Bildmaterial ist vorgegeben, es ist die ihn umgebende Wirklichkeit.

Spannende und interessante Motive

Der Fotograf schafft nicht eigene Bildwelten, sondern er gibt sie wieder. Aus diesem Grund zählt die Fotografie auch zu den reproduzierenden Künsten. Ihr Wesensmerkmal bedeutet Beschränkung – und auch Herausforderung. Die Herausforderung nämlich, spannende und interessante Motive in der Welt (oder zumindest in der näheren Umgebung) zu entdecken. Für viele sind das Menschen, in all ihrer Verschiedenartigkeit. Für andere die kleinen und kleinsten Dinge, die das Leben zu bieten hat. Beispielsweise am Boden kreuchende Käfer, nur wenige Millimeter groß. Oder zarte Verästelungen eines Baumblatts. Oder ein in der Luft fliegender bunter Schmetterling.

Mikrowelt, die dem Auge entgeht

Diese Mikrowelt, die dem flüchtigen Auge oft genug entgeht, ist eine Domäne der Makrofotografie. Makrofotografie ist dadurch definiert, dass das abgebildete Objekt in realer Größe auf dem Sensor (inzwischen seltener: auf dem Film) festgehalten wird. So zumindest eine Definition, eine andere ist etwas großzügiger und lässt auch noch ein Verhältnis zwischen Bild- und Gegenstandsgröße von 1:10 zu, das dann etwa gegeben ist, wenn ein 10 cm großes Tier im Ausmaß von 1 cm auf das Speichermedium gebannt wird.

Alltagsgegenstand fotografieren

Wie auch immer, entscheidend ist in jedem Fall der Abbildungsmaßstab, keine Einschränkung besteht dagegen hinsichtlich des Motivs. Dabei kann es sich um ein Tier oder eine Pflanze oder auch um einen ganz alltäglichen Gegenstand handeln, insofern bestehen Überschneidungen zu anderen Klassifikationssystemen, etwa der Tierfotografie oder dem Stillleben. Charakteristische Eigenschaft dieser speziellen Sparte der Nahfotografie: Kleines kommt ganz groß heraus.

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Bild: VKI