Betrugsversuch per Mail

Abzocke mit Mitleidsmasche

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veröffentlicht: 14.11.2011, aktualisiert: 08.08.2012

Inhalt

Betrüger verschicken derzeit E-Mails mit der Bitte, nach Verlust von Geld und Kreditkarte aus der Patsche zu helfen. Wer guten Glaubens darauf eingeht, kann viel Geld verlieren.

Der Trick ist schon älter, grassiert aber leider wieder. Derzeit befinden sich E-Mails im Umlauf, in denen ein Bekannter oder auch nicht Bekannter (die Namen wechseln) um rasche Hilfe bittet. Und wieder gibt es Geschädigte. Im jüngsten Fall kam ein nigerianischer Flüchtling aus Hall in Tirol infolge seiner Hilfsbereitschaft zu Schaden wie die Tiroler Tageszeitung (siehe Links zum Thema) berichtet. 

Andere uns bekannte Fälle:

Ein Leser aus Niederösterreich hat uns ein solches Mail geschickt:

"lch hoffe du hast dies schnell erhalten,ich bin nach Aberdeen, Schottland verreist und habe meine Tasche verloren samt Reispass und Kreditkarte.

Die Botschaft ist bereit, mich ohne meinen Pass fliegen zu lassen.Ich muss nur noch für mein Ticket und die Hotelrechnungen zahlen.Leider habe ich kein Geld dabei,meine Kreditkarte könnte helfen aberdie ist auch in der Tasche.Ich habe schon Kontakt mit meiner Bank aufgenommen , aber sie brauchen mehr Zeit, um mir eine neue zu schicken. Ich wollte dich fragen ob du mir ein bisschen Geld so schnell wie möglich leihen kannst. Ich gebe es dir zurück sobald ich da bin. Ich muss unbedingt den nächsten Flug bekommen.Ich kann die die Details schicken wie du mir das Geld zukommen lassen kannst. Du kannst mich per e- mail erreichen oder an der Rezeption des Blue Island hotels, die Telefonnummern sind xxx xxxx xxx
Ich warte auf deine Antwort"

Ein weiteres Beispiel:

How are you doing ? This has had to come in a hurry and it has left us in a devastating state. My family and I had a visit to (Sevilla,Spain) unannounced some days back for a short vacation, unfortunately we were mugged at the park of the hotel where we stayed,all cash, cell phones and credit cards were stolen off us but luckily for us we still have our passports with us.
We've been to the Embassy and the Police here but they're not helping issues at all and our flight leaves in few hours from now,But we're having problems settling the hotel bills and the hotel manager won't let us leave until we settle the bills. Please We need you to loan us(€1,750 EUR)About ($2,300)  to sort out the hotel bills and also take a cab to the airport..Please, Let me know if you can help us out?......I promise to refund it back to you when i get home.
I'm looking forward to hearing from you.so i can send you the details how to send money.

Diese Hilferufe stammen von Betrügern. Antwortet man, wird man aufgefordert, Geld über den Bargeldtransport Western Union zu schicken. Aber Achtung: Dieses Geld sieht man nie wieder, denn anders als bei Banküberweisungen oder Zahlungen per Kreditkarte kann man einen Bargeldtransport nicht mehr rückgängig machen.

Anrufe bei teuren Mehrwertnummern

Das ist nicht die einzige Art, wie Opfer hier geschröpft werden. Die im Mail genannten Telefonnummern sind britische Mehrwertnummern, die hohe Kosten verursachen können. Wer dort angerufen hat und die Bescherung auf seiner nächsten Telefonrechnung entdeckt, sollte die Rechnung bei seinem Telefonanbieter schriftlich (eingeschrieben) mit der Begründung beeinspruchen, dass hier Betrug anzunehmen ist. Weigert sich der Telefonanbieter, kann man sich an die Schlichtungsstelle der Telekom-Regulierungsbehörde RTR wenden.

In mehreren Fällen wurden Computer gehackt und Mails an die Bekannten des Opfers unter dessen Namen versandt. Über einen Fall im Innviertel haben die „Oberösterreichischen Nachrichten“  berichtet: "Hacker knackt E-Mail-Account von Innviertler Lehrer: 160 Betrugsopfer "

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Bild: VKI