Daten sammeln: Versicherung, Autonotruf, Google

Kommentar von Gerhard Früholz

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KONSUMENT 1/2015 veröffentlicht: 23.12.2014

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Immer mehr Dienste sammeln persönliche Daten: Versicherungen, Autohersteller, Google ... Bewahren Sie Ihre Privatsphäre. - Ein Intern von KONSUMENT-Chefredakteur Gerhard Früholz.

Gerhard Früholz (Bild: U. Romstorfer/VKI)
E-Mail: Chefredakteur
Gerhard Früholz

Ihre Daten sind ein Schatz

KONSUMENT-Leser Bernd B. begründet in seinem Leserbrief, warum er vom geplanten Kauf einer GPS-Pulsuhr Abstand nehmen wird. Es stört ihn, dass damit aufgezeichnete, sensible persönliche Daten nicht bei ihm verbleiben. Will er sie auswerten, sind sie an ein Web-Portal zu übermitteln. Dabei beschleicht ihn ein „ ungutes Gefühl“, zumal diese Praxis um sich greifen könnte.

Sorge ist berechtigt

Schon jetzt hinterlassen wir von früh bis spät Spuren in Datennetzen. Gängiges Geschäftsmodell: Wir bezahlen vermeintlich kostenlose Services mit der Preisgabe von Daten. Und es liegt auf der Hand: Daten, die gesammelt werden, werden auch verwertet, sie gelten als das "Öl des 21. Jahrhunderts“.

Gesundheitsdaten als Prämiengrundlage für private Krankenversicherungen? Die Diskussion darüber ist seit Kurzem eröffnet. Lesen Sie dazu die Rubrik „Aufgespießt“ von unserem Gesundheitsredakteur Bernhard Matuschak Gesundheitsdaten für billigere Versicherungsprämien 1/2015 .

Auto als Datenkrake

Hätten Sie etwa gedacht, dass Ihr Auto bald eine "Datenkrake“ sein könnte? Die europaweite Einführung des an sich sinnvollen Notrufsystems eCall nutzen einige Autohersteller dazu, emsig Daten über ihre Kunden zu sammeln. Das "gläserne Auto“ ist keine Utopie, sondern im Fall von BMW bereits Realität. Mehr dazu im Bericht  Auto-Notrufsysteme: eCall 1/2015 .
Natürlich weiß auch Internetriese Google vermutlich mehr über Sie, als Ihnen lieb und bewusst ist. Unser Beitrag Datenschutz: Google liest mit 1/2015 gibt einen Überblick und ein paar Empfehlungen, wie Sie Ihre Privatsphäre gegenüber Google bewahren können. Die Möglichkeiten sind freilich begrenzt.

Was meinen Sie?

Leser Bernd B. regt übrigens an, KONSUMENT möge beim Thema „Datensammlung“ zur Bewusstseinsbildung beitragen. Wie denken Sie darüber? Sie haben keine Geheimnisse und daher auch kein Problem mit der Weitergabe von persönlichen Daten? Alles nur Hysterie? Zwangsläufige Begleiterscheinung der fortschreitenden Vernetzung? Nützlich für Konsumenten? Schreiben Sie uns, alle Meinungen und Hinweise an leserbriefe@ konsument.at sind willkommen!

Gerhard Früholz
Chefredakteur

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Kommentare

  • Dastenkraken
    von Cura1 am 25.12.2014 um 20:52
    auch ich versuche so wenig Daten wie möglich bekannt zu geben. Einer meiner Leitgedanken dazu ist, nicht immer der Masse nachlaufen. Im Privatleben verwende ich daher schon seit Jahren Linux als Betriebssystem und viele Open Source Anwenderprogramme die einem helfen weniger Daten bekannt zu geben (müssen). z.B.: Programme wie Firefox, Thunderbird und Ixquick als Suchmaschine. Auch für das Problem von Herrn Bernd B. habe ich eine Alternative gefunden. Ich verwende fürs Wandern und Radfahren ein Hand Navigerät und Brustgurt eines namhaften Herstellers, welches einen Datenimport / -export im GPX Format erlaubt. Diese Daten übertrage ich in eine Freie Software genannt MyTourbook (Linux, Windows) und kann hier die Daten ensprechend auswerten ohne mich irgendwo anmelden zu müssen. Selbiges gilt auch für Tourenplanung usw. Eine Möglichkeit um den großen Datensammlern nicht alles Preis zu geben. mfg Erich Z.
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