Editorial: Lustloses Geldausgeben

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Konsument 6/2003 veröffentlicht: 26.05.2003

Inhalt

Ein Kommentar von " Konsunment" Chefredakteur Gerhard Früholz.

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Geiz ist geil! Finden Sie den Saturn-Spruch frech und witzig? Oder geht er Ihnen schon fürchterlich auf die Nerven? Wie auch immer: Er ist ganz offensichtlich ein Werbehammer. Ein quälender Ohrwurm, sogar in Kindergärten zu hören.

Sparen ist angesagt

Seine Botschaft – provokant verpackt – trifft das Zeitgefühl vieler Menschen. Da gibt es drastische Maßnahmen der Regierung, nicht gerade aufbauende Wirtschaftsprognosen, Krisenherde im Nahen und Mittleren Osten. Und Konsequenzen im privaten Konsum. „Lustlos“ sind die Österreicher beim Geldausgeben geworden, wie jüngst Spectra in einer großen Umfrage feststellte. Ist es da nicht schöner, lustvoll zu sparen als lustlos Geld auszugeben?

Beim lustvoll Sparen helfen wir Ihnen auch in diesem Heft.
Zum Beispiel mit unserem Test von Muskelstimulationsgeräten. Wir meinen, die Ausgabe dafür können Sie sich getrost sparen. Die versprochene Wirkung ist nicht zu erzielen, in der Hand von Laien sind sie noch dazu gefährlich. Es gibt jedenfalls bessere Möglichkeiten, sich fit zu halten. Etwa Laufen. Beim Schuhwerk dafür können Sie – so unser aktueller Test – ebenfalls ein paar Euro sparen.

Grenzen beim Sparen

Interessantes Detail unseres Tests von Sonnenschutzmitteln für Kinder. Einige Produkte sind in Deutschland deutlich billiger als bei uns. Eine Erfahrung, die wir in diesem Bereich schon öfter machten. Besonders unsere Leserinnen und Leser im Westen sollten daraus ihre Schlüsse ziehen.

Sparen ist gut, hat aber auch Grenzen. Wo, das erfahren Sie ebenfalls bei uns. Beispiel Autokindersitze: Wer einen Billigsdorfer kauft, läuft Gefahr, zwar Geld, aber auch an Sicherheit gespart zu haben. Ist doch gut zu wissen – oder? Lesen Sie mehr ab Seite 14.

 

 

Gerhard Früholz, Chefredakteur

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