EMS: Paketdienste der Post

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Konsument 9/2007 veröffentlicht: 25.08.2007, aktualisiert: 10.09.2007

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Beim Versand eines kleinen Ladegerätes nach Spanien hat „Konsument“-Leser Gerhard F. einiges über den Paketdienst EMS der Post gelernt.

Paketdienst: EMS - schnellste Lösung

„Wie kann ich dieses Ladegerät möglichst schnell und zuverlässig an eine Adresse in Spanien schicken?“, fragt Herr F. an einem Mittwochmorgen in einem Wiener Postamt. Nach kurzer Beratung entscheidet er sich für die teuerste Lösung: EMS. Die Gewissheit, dass das Päckchen – so der Postbedienstete – bis „spätestens Freitagabend“ zugestellt sein sollte, ist ihm die 37,10 Euro wert. Zustelladresse ist ein kleines Hotel in Vega de Valcarce, einem Ort an der Pilgerroute des Jakobsweges. Dort will die Frau von Herrn F. das Ladegerät am Freitag abends abholen. Vorsorglich kündigt Herr F. die EMS-Sendung dem Hotel per Fax an.

Hotline: bitte warten

Doch irgendetwas geht schief. „Ich bin da, das Ladegerät nicht“, lautet die SMS-Nachricht von Frau F. an ihren Mann. Was tun? Herr F. kontaktiert die Hotline von EMS. Nach gut zehn Versuchen und insgesamt fast eineinhalb Stunden in der Warteschleife gibt er auf. Lektion eins: Wenn man die EMS-Hotline braucht, ist sie mit zumutbarem Aufwand nicht erreichbar. So versucht Herr F. es auf der Homepage von EMS über „Track & Trace“. Gibt man dort die Sendungsnummer ein, wird angezeigt, welche Stationen sie bereits passiert hat und wo sie sich gerade befindet. Herr F. kann sehen, dass er die Sendung am Mittwoch früh auf dem Postamt 1043 aufgegeben hat und dass sie am Donnerstag mittags im Verteilerzentrum in Wien Inzersdorf gelandet ist. Dann verliert sich die Spur.

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Keine Info am Schalter

Lektion zwei: EMS-Sendungen kann man im Internet verfolgen, das wird dem Kunden aber am Schalter nicht immer gesagt. Erstaunlich: Für die Reise vom Aufgabepostamt ins Verteilerzentrum (Luftlinie etwa fünf Kilometer) benötigte das EMS-Päckchen 26 Stunden. Es gibt aber – Lektion drei – ausgewählte Postämter, von denen EMS-Sendungen rascher weitergeleitet werden. Das jedoch erfährt der Kunde offenbar nur dann, wenn er selbst danach fragt.

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Bild: VKI